Ostbahnhof, Hauptbahnhof & Umland

Mehrere Gewaltdelikte: Bundespolizei hat an Pfingsten viel zu tun

München - In den letzten Wochen war es etwas ruhiger, doch am Pfingstwochenende hatte die Bundespolizei rund um Münchens Bahnhöfe wieder einiges zu tun. Dabei wurden auch zwei Beamte verletzt.

Wie die Bundespolizei berichtet, kam es am Samstag, 14. Mai, am S-Bahnhof Deisenhofen gegen 00.35 Uhr zwischen mehreren Personen zu einer Schlägerei. 

Erste Ermittlungen ergaben, dass ein 18-jähriger Italiener in einer S3 nach Annäherungsversuchen mit zwei Jugendlichen (16 und 17 Jahre alt) mit drei deutschen Mitreisenden in Streit geraten sein soll. Dabei sollen die drei den 18-Jährigen mit Schlägen und Tritten traktiert und in ins Gleis gestoßen haben. Bahnsicherheitsmitarbeiter hatten den Vorfall bemerkt und verständigten den Rettungsdienst. Der Italiener erlitt Abschürfungen im Gesicht, ein Hämatom über dem Auge sowie weitere Schwellungen im Gesicht.
Nachdem er in eine Klinik eingeliefert worden war, wo Hirn- und Kopfverletzungen ausgeschlossen wurden, lehnte der Mann jede weitere Behandlung ab. Die Bundespolizei ermittelt nun gegen zwei Männer aus Straßlach und Oberhaching im Alter von 18 Jahren sowie eine unbekannte Person wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und auch gegen den Italiener wegen möglicher Nötigung der beiden Mädchen in der S-Bahn und wegen Körperverletzung gegen einen der 18-jährigen Angreifer aus Straßlach.

Taschendieb am Ostbahnhof geschnappt

In einem Fall vom Sonntag, 15. Mai, fasste die Bundespolizei einen Taschendieb und übergab ihn der Landespolizei.

Gegen 6 Uhr wurde ein 31-jähriger Senegalese aufgegriffen. Er hatte in der Kultfabrik einem 30-jährigen Sendlinger eine blutige Lippe geschlagen. Als sich beide wenig später am Ostbahnhof wieder trafen und umarmten, klaute der Senegalese dem Sendlinger die Geldbörse. Eine Streife der Bundespolizei fand später bei ihm die Geldbörse des Sendlingers.

Mit Haftbefehl Gesuchter gefasst 

Nur kurze Zeit später wurde wegen eines Streits 40-jähriger Nigerianer am Ostbahnhof kontrolliert. Ein Datenabgleich förderte einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft München I zu Tage. Er hatte eine Geldstrafe wegen Bedrohung nicht beglichen und muss nun für 90 Tage in Ersatzhaft.

Bei der Durchsuchung wurde bei dem Westafrikaner ein Päckchen Marihuana aufgefunden. In den Gewahrsamsräumen der Bundespolizei leistete der 40-Jährige Widerstand gegen die Maßnahmen. Wegen einer hohen Selbstgefährdung und seines wirren, aggressiven Zustandes wurde der Mann in eine Klinik gebracht. Gegen ihn wird nun wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Besitz von Betäubungsmitteln ermittelt. Beim Widerstand wurden zwei Beamte leicht verletzt. Einer erlitt eine Verletzung am Finger, ein Zweiter ein Hämatom am Oberarm.

Betrunkener schlägt Skater 

Am Pfingstmontag, 16. Mai, befand sich ein 32-Jähriger Giesinger auf dem Gehweg vor einem Schnellimbiss am Ostbahnhof. Als ihm ein 19-jähriger aus Buchloe auf einem Skateboard entgegenrollte, trat er grundlos auf das Skatebord des Schwaben. Als der 19-Jährige fragte, was das soll, schlug ihm der mit 2,4 Promille Alkoholisierte unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Der 19-Jährige trug eine blutende Lippe davon. Gegen den 32-Jährigen wird wegen Körperverletzung ermittelt.

Frau geschlagen - 33-Jähriger festgenommen

Gegen 16.45 Uhr schlug ein 33-jähriger aus Tschechien im Warteraum des Münchner Hauptbahnhofes einer 74-jährigen Kroatin mit der Hand ins Gesicht. Warum ist unklar. Eine Streife konnte den 33-Jährigen, der nach dem Vorgang flüchtete, anhand einer Zeugenbeschreibung kurz darauf im Hauptbahnhof ausfindig machen und festnehmen. Nach Rücksprache mit einem Richter wird der Mann aus Tschechien (0,22 Promille Alkohol im Atem) heute dem Haftrichter vorgeführt.

mm/tz/pm

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