Schulleiterin Gisela Schäfer mit einigen ihrer Schützlinge der neuen Grundschule an der Helsinkistraße in der Messestadt. Die Schule verfügt auch über ein Tagesheim. foto: kurzendörfer

Messestadt Riem: Das Viertel der vielen Kinder

München - Eigentlich sollte auf dem Areal an der Helsinkistraße 55 mal ein großer Biergarten entstehen. Eine zweizügige Grundschule samt Tagesheim kann die Messestadt Riem aber auch gut gebrauchen. Seit Schuljahresbeginn ist sie bereits in Betrieb, jetzt wurde sie, offiziell eingeweiht.

Die in den nächsten Jahren erwarteten hohen Schülerzahlen machten den Neubau dringend erforderlich. Laut Prognosen der Stadt steigt die Zahl der Grundschüler im neuen Stadtviertel auf dem einstigen Flughafen-Areal bis zum Schuljahr 2014/2015 so stark, dass die beiden existierenden Messestadt-Grundschulen nicht alle Kinder hätten aufnehmen können.

Gebaut hat die neue Schule die Maßnahmeträger München-Riem GmbH (MRG) im Auftrag der Stadt. Das Gebäude liegt eingebettet zwischen der Kinder- und Jugendfreizeitstätte „Quax“ und der Grund- und Hauptschule an der Lehrer-Wirth-Straße, deren Sportanlagen die Schule an der Helsinkistraße mitnutzen darf. In das Gebäude ist die Grünwerkstatt des Gartenbaureferats integriert, die vorher auf dem Areal stand und Messestädter bei Garten- und Pflanzaktionen unterstützte. Alle Klassenzimmer sind hell und öffnen sich zum Pausenhof am ehemaligen Buga-Landschaftspark. Zudem gibt es ein kleines Theatron und ein Klassenzimmer im Grünen. Zur besseren Orientierung besitzt jeder Teilbereich der Schule eine eigene Farbgebung. Hinweise auf Sekretariat und Schulleitungsbüro sowie Fachlehrsäle sind in Schreibschrift auf Erstklässler-Zeilen an den Wänden ausgeführt. Gekostet hat die neue Grundschule, die vom Münchner Architekturbüro Fink und Jocher und dem Landschaftsarchitektenbüro Irene Burkhardt geplant wurde, knapp neun Millionen Euro.

Carmen Ick-Dietl

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