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Kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus: Georg Schlagbauer soll Stromrechnungen nicht gezahlt haben.

Hilfe steht schnell parat

Bei Schlagbauer gehen Lichter aus: Stadtwerke drehen Strom ab

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Die schlechten Nachrichten rund um Georg Schlagbauer nehmen kein Ende. Weil er die Stromrechnung nicht beglichen haben soll, gehen in seiner Metzgerei die Lichter aus - aber nur kurzzeitig.

München - Es wird immer dunkler um Ex-CSU-Stadtrat Georg Schlagbauer (45), und zwar im wörtlichen Sinne: Die Stadtwerke München (SWM) haben dem bekannten Metzger am Viktualienmarkt kurzzeitig den Strom abgedreht. Ein neuer Nackenschlag für den ehemaligen Präsidenten der Handwerkskammer für München und Oberbayern, der nach seiner Rotlicht- und Drogen-Affäre Insolvenz anmelden musste.

Dass in Schlagbauers Laden die Lichter nicht ganz ausgingen, ist vor allem dem schnellen Handeln von Elke Fett zu verdanken, der Sprecherin der Marktfrauen. Und am Donnerstagvormittag herrschte auch schon wieder Betrieb in der Metzgerei.

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Zusammenhalt von Standlleuten am Viktualienmarkt

Am Mittwochnachmittag hatten SWM-Mitarbeiter die Strom-Hauptleitung im Keller gekappt. Eine Katastrophe für Schlagbauers Betrieb, lagert doch kiloweise frisches Fleisch in der Kühlung. Hochwertige Lebensmittel, die schnell verderben können. Doch die Standlleute am Viktualienmarkt halten zusammen. Fett wandte sich an Insolvenzverwalter Matthias Hofmann. Sie sagt: „Jeder von uns kann mal insolvent werden. Aber es muss doch weitergehen, man kann niemanden einfach vom Leben abschneiden!“

Nach Informationen unserer Zeitung muss Schlagbauer über Monate hinweg Mahnungen für nicht bezahlte Stromrechnungen ignoriert haben. Das Gesetz sieht vor: „Wenn ein Kunde seine Energierechnung bei den SWM trotz mehrfacher Mahnung und Sperrandrohung nicht bezahlt, sind diese berechtigt, die Versorgung einzustellen“, heißt es bei den Stadtwerken. Zudem werde dem Kunden der genaue Sperrtermin etwa eine Woche vorher mitgeteilt, um ihm oder einem Insolvenzverwalter noch die Möglichkeit zu geben, die offene Forderung zu begleichen und eine Sperrung zu verhindern.

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„Kommunikationsmissverständnisse mit dem Stromanbieter“

In Schlagbauers Fall kam es aber zur Sperrung. Der Insolvenzverwalter schaffte es mit einer Kostenzusage allerdings, dass Stunden später wieder die Lichter brannten. Laut ihm hat es „Kommunikationsmissverständnisse mit dem Stromanbieter“ gegeben. Hofmanns Ziel ist es, dass die Münchner weiterhin wie gewohnt in Schlagbauers Metzgerei einkaufen können. Schlagbauer selbst war am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der Politiker war im Juni 2016 von allen Ämtern zurückgetreten. Über Jahre hinweg soll er Stammgast im Club Extasia gewesen sein, Kokain genommen und Schulden in fünfstelliger Höhe angehäuft haben.

Tina Layes

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