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Arbeitslos – und hochgradig kriminell? Krenar H. (25, v.l.), Enis B. (22) und Carmelo C. (23) auf der Anklagebank am Münchner Landgericht. An An Zigarettenautomaten mit Tastenfeld sollen sie EC-Karten und PIN-Nummern ihrer Opfer abgezockt haben

25 000 Euro Schaden: Trio soll Konten geplündert haben

Die miese Masche der Zigarettenbürscherl

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München - Mit einem miesen Trick an Zigarettenautomaten sollen sich die Angeklagten Carmelo C. (23), Krenar H. (25) und Enis B. (22) die Kredit- und EC-Karten ihrer Opfer ergaunert haben. Danach räumte das Trio wohl deren Konten leer – jetzt drohen Haftstrafen.

Carmelo C. gilt als Kopf der Bande. Der Italiener schmiss die Schule, einen Beruf hat er nie gelernt. Mit Gelegenheitsjobs als Barkeeper in der Münchner Clubszene hält er sich über Wasser. Ähnlich ergeht es Krenar H., dem ältesten der drei mutmaßlichen Räuber und Erpresser. Auch der 25-Jährige steht ohne Arbeit da. Perspektive? Fehlanzeige. Enis B, 22. aus dem Kosovo und ebenfalls arbeitslos, komplettiert die Bande.

Mit hängenden Köpfen sitzen die drei auf der Anklagebank am Münchner Landgericht. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt sie auch der Körperverletzung. Der Vorwurf: Einsatz von Betäubungsmitteln!

Die beliebteste Masche: Anführer Carmelo C. soll junge und meist stark angetrunkene Nachtschwärmer in verschiedenen Münchner Clubs in Gespräche verwickelt haben. Auf den ersten Blick scheint er sympathisch. Er brauche Hilfe, gaukelt er seinen späteren Opfern wohl vor. Dann soll er sie zum Zigarettenautomaten gelotst und vorgetäuscht haben, die EC-Karte der Opfer für den Altersnachweis zu brauchen. Die hilfsbereiten Partygänger willigen ein, stecken ihre Karte in den Automatenschlitz. Auf dem Tastenfeld sollen sie ihre PIN-Nummer eingeben, erst dann könne er die Zigaretten kaufen. Carmelo C. merkt sich die Zahlenkombination, so die Anklage.

Die Komplizen Krenar H. und Enis B. sollen die Opfer in der Zwischenzeit in weitere Gespräche verwickelt haben. Plötzlich ist die EC-Karte verschwunden – und Carmelo C. meist schon auf dem Weg zum nächsten Geldauto­maten … Dort soll er die Konten leergeräumt haben. Sogar mit Betäubungsmitteln soll das Trio ein Opfer gefügig gemacht haben.

Beute: rund 25 000 Euro! Vor Gericht sucht das Trio die Schuld bei den Geschädigten. Carmelo C.: „Ich sollte Geld für sie abheben.“ Der Prozess dauert an. 

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