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Rosa B. (85) verlor 1000 Euro.

„Sie haben uns abgezockt!“

Der miese Falschgeld-Trick: Jetzt sprechen die Opfer

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München - Sie hatten ihr Leben lang hart gearbeitet. Auf viel verzichtet. Und eisern gespart. Bis eine Bande von Ganoven ihnen ihr ganzes Geld nehmen wollte!

So ging es insgesamt 15 Senioren aus München und dem Umland, die ins Visier einer Betrügerbande geraten waren und 61.000 Euro verloren. Die Täter stehen seit Mittwoch vor Gericht. Einer der fünf Männer, Danny M. (25), hat bereits gestanden. Er entschuldigte sich am Donnerstag bei Rosa B. (85), dem ersten seiner Opfer. Ihr hatte er am 18. Mai 2015 am Neuschwansteinplatz übel mitgespielt. „Mich hat ein junger Mann angerufen und gesagt, er sei von der Bank“, berichtete die Seniorin am Donnerstag am Landgericht. „Er sagte, meine 50-Euro-Scheine wären gefälscht. Ich solle sie bitte herrichten, damit sie geprüft werden können.“

Pflichtbewusst las die Seniorin dem Anrufer noch die Seriennummern auf ihrem Geldschein vor. Noch während des Telefonats klingelte es plötzlich an der Tür der Seniorin. Laut Anklage hatten die Betrüger das abgesprochen!

Rosa B. konnte das nicht ahnen. „Mir wurde gesagt, jetzt kommt ein Polizist vorbei und nimmt das Geld mit“, erzählte sie. „Also öffnete ich die Tür, und der Mann war so schnell drin und nahm das Geld mit, dass ich gar nicht reagieren konnte.“

Bitter für die Seniorin. „Ich habe nur 1200 Euro Rente im Monat. 500 Euro hebe ich immer ab und bewahre es bar zu Hause auf.“ So auch am 18. Mai 2015. „Dieses Geld war dann weg. Er steckte es einfach in die Jackentasche. Den Dienstausweis habe ich mir leider nicht zeigen lassen.“

Aus dem Vorfall hat Rosa B. ihre Lehren gezogen. „Leider habe ich nicht schnell genug aufgelegt“, sagt sie. „Das passiert mir nicht noch mal.“ Mittlerweile hat sie die Telefonnummer gewechselt und steht auch nicht mehr im Telefonbuch. „Ich bin vorsichtiger geworden.“

Anna L. (82) konnte sich gegen die Betrüger noch wehren.

So geht es auch Anna L. (82), bei der Danny M. in der Tulbeckstraße klopfte, während sein Komplize sie anrief. 28 Scheine lagen da auf ihrem Küchentisch – 1400 Euro! Sie öffnete kurz. „Aber ich hatte ein schlechtes Gefühl.“ Und warf die Tür gleich wieder zu. Ein Glück: So konnte sie den Betrügern entgehen. Auch Georgi A. (65), der am Donnerstag aussagte, wurde behelligt, aber konnte sich wehren. „Ihre Frau hat Geldscheine von der Bank geholt, die gefälscht sind. Ich schicke einen Kollegen, der sie austauscht“, sagten ihm die Betrüger am Telefon. Als er seine Maria aber anrief und nachfragte, ahnte sie gleich: „Vorsicht, das sind Telefonbetrüger!“ Georgi A.: „Unten stand schon sein Komplize. Als ich die Polizei rief, rannte er weg!“

Für die fiese Masche müssen die fünf Angeklagten wohl ins Gefängnis. Am Dienstag sagen weitere Opfer aus. Sie hatten teilweise bis zu 17 200 Euro verloren!

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