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Miller fordert höhere Milchpreise von großen Handelsketten

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München - Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller (CSU) hat die Handelsketten zur Rücknahme der drastischen Preissenkungen bei Milch aufgerufen.

"Wer hochwertige und heimische Lebensmittel zu Schleuderpreisen anbietet, gefährdet die Existenz unserer Bauern, die von ihren Produkten leben müssen", erklärte Miller am Donnerstag in München. Hier werde eine Marktmacht ausgespielt, die nur vordergründig den Verbrauchern nutze.

Preiseinbrüche bei Milch von 16 bis 18 Prozent seien nicht gerechtfertigt, sagte Miller laut Mitteilung. Erzeugerbetriebe brauchten einen Milchpreis, der sowohl die gestiegenen Produktionskosten decke als auch Investitionen ermögliche. Die Handelsketten müssten rasch wieder zu einer soliden Preispolitik zurückkehren, die auch den Landwirten das Überleben ermögliche.

Das Bundeskartellamt geht bereits einer Beschwerde des Bauernverbands wegen möglicher Preisabsprachen des Handels nach. Die Discounter Aldi und Lidl sowie die Supermarktkette Rewe hatten am Montag die Preise für Milch und Milchprodukte gesenkt. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter droht mit einem Lieferstopp.

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