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Volle Züge im S-Bahn-Untergeschoß

Gleisbruch-Alarm! Chaos bei der S-Bahn

München - Riesen-Chaos im Bereich der S-Bahn-Stammstrecke: Pünktlich zu Beginn des Berufsverkehrs mussten die Züge extrem gedrosselt werden.

Am Montag Nachmittag musste die Bahn das Tempo auf der S-Bahn-Stammstrecke wegen des Verdacht des Gleisbruchs unter dem Rosenheimer Platz der Züge auf 20 Stundenkilometer gedrosselt werden.

Ein Mitarbeiter des S-Bahn-Sicherheitsdienstes hatte seltsame Geräsche gehört und die für das Schienennetz zuständige Bahn-Tochter verständigt. Techniker untersuchten die verdächtige Stelle – mit der Folge, dass der betreffende Abschnitt zeitweise komplett gesperrt werden musste. Die Auswirkungen: Nur die S2, die S4 und die S8 konnten auf der Stammstrecke verkehren. Alle anderen Züge mussten von Osten kommend am Ostbahnhof wenden und von Westen kommend am Hauptbahnhof. Einige Züge wendeten im Tiefgeschoss, das Gros der Bahnen steuerte allerdings den Starnberger Flügelbahnhof an der Oberfläche an.

Das hieß zum einen, dass die S-Bahnen, die ebenerdig an den Gleisen 27 bis 36 hielten, die Haltestelle Hackerbrücke nicht ansteuern konnten. Außerdem fielen die S20 und die S27 vollständig aus. Schließlich bedeutete der oberirdische Halt im Hauptbahnhof, dass die Fahrgäste von dort ins Tiefgeschoss an den normalen S-Bahnsteig eilen mussten. Für die mit Gepäck beladenen Fluggäste, die mit der S1 zum Airport wollten, war dies eine ziemlich lange Sprintstrecke – wenn sie die entsprechenden Durchsagen überhaupt kapiert hatten.

Im Untergeschoss wartete das nächste Chaos: Die wenigen S-Bahnen, die noch zwischen Haupt- und Ostbahnhof verkehrten, waren hoffnungslos überfüllt. Die Flugpassagiere mussten am Ostbahnhof wieder die S-Bahn wechseln. Insgesamt schaukelten sich bis etwa 18 Uhr S-Bahn-Verspätungen von bis zu 40 Minuten auf. Um 18.05 Uhr gab es Entwarnung: Doch kein Gleisbruch, das Tempolimit wurde aufgehoben. Bis 19 Uhr hatte sich der Zugverkehr dann weitgehend wieder normalisiert.

J. Welte

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