Mittelstand stellt sich hinter Olympia 2018

München - Fünf Freunde wollen sie sein: Die Bewerbergesellschaft für Olympia 2018 hat fünf Mittelständler als Sponsoren gewonnen. Die sind dringend nötig: Noch fehlt ein Teil der 30 Millionen Euro für die Bewerbung.

München baut bei der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2018 auf die Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen. Die ersten fünf „Freunde der Bewerbung“ stehen bereits fest. Viele weitere sollen folgen.

Nationale Förderer und Sponsoren bestimmen oft das Bild bei Großveranstaltungen. Dies ist bei München 2018 nicht anders. Doch die Bewerbergesellschaft setzt zusätzlich große Hoffnungen in kleinere Unternehmen. „Die Unterstützung der Bewerbung durch den Mittelstand ist von besonderer Bedeutung, sowohl ideell als auch finanziell“, betont Bernhard Schwank, Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft.

Die ersten „Freunde der Bewerbung“ sind der IHK für München und Oberbayern, die APA Firmengruppe, Autobus Oberbayern, Drees & Sommer und das Sporthaus Schuster. Mit weiteren Interessenten laufen Gespräche. „Das war nur der Startschuss“, kündigt Schwank an. Das Organisationsteam ist überzeugt, dass noch „viele, viele mehr“ dem Beispiel der genannten Fünf folgen werden.

Finanziell beläuft sich der Beitrag der Unternehmen auf jeweils 30 000 Euro. Angesichts von 30 Millionen Gesamtkosten für die Bewerbung ein kleiner, aber in der Summe bedeutender Anteil.

Wichtiger noch ist der ideelle Teil des Engagements. Das Sporthaus Schuster beispielsweise stellt seine Schaufenster und die Fassade des Geschäfts an der Rosenstraße als Werbefläche zur Verfügung. „Dort haben wir pro Jahr zwei Millionen Besucher“, verdeutlicht Geschäftsführer Flori Schuster die Bedeutung dieser Maßnahme.

Schließlich soll durch die „Freunde der Bewerbung“ auch die Bevölkerung erreicht werden. Drei Viertel der Arbeitnehmer in Bayern sind im Mittelstand beschäftigt. Über das Engagement der Unternehmen hofft das Organisationsteam auch auf weitere Zustimmung der Bürger.

IHK-Präsident Erich Greipl, dessen Organisation das Konzept „Freunde der Bewerbung“ initiierte, betont auch die Chancen, die sich den Unternehmen durch Olympia bieten. „Für unsere exportorientierte oberbayerische Wirtschaft sind Olympische Spiele ein ideales Schaufenster“, sagt Greipl. Zudem werde die Marke München positiv aufgeladen.

Auch Nico Schoenecker, Geschäftsführer von Autobus Oberbayern, findet, dass es keine Möglichkeit gebe, einen Standort besser zu vermarkten als Olympische Spiele. Die Betonung des Aspekts der Nachhaltigkeit könnte nach Meinung von Thomas Bohn, Geschäftsführer von Drees & Sommer, sogar zu einem gesellschaftlichen Umdenken führen.

Noch ist die Freundesschar übersichtlich. Doch Schwank sieht ein wichtiges Signal im Engagement der Firmen. „Das Ja der Unternehmen zeigt, dass der Mittelstand hinter der Bewerbung steht.“

Sascha Wittich

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