Hans-Ulrich Pfaffmann will dem OB nach 2014 sechs weitere Jahre ermöglichen

SPD möchte mit Ude verlängern

München - Eine Reihe von SPD-Landtagsabgeordneten möchte dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude die Chance auf eine Wiederwahl im Jahr 2014 eröffnen.

Mit einem Antrag wollen die vier Parlamentarier – darunter mit Hans-Ulrich Pfaffmann der heißeste Kandidat auf den Münchner SPD-Vorsitz – die Altersgrenze für Bürgermeister kippen. Bislang sieht das bayerische Wahlrecht vor, dass Kandidaten bei der Wahl das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben dürfen. Ude aber wäre 2014 bereits 66.

Ob dieses Unterfangen Erfolg hat, ist offen – darf aber bezweifelt werden. Denn in der Regierungskoalition im Landtag hat man aufmerksam registriert, dass der Vorstoß der SPD „etwas abrupt“ kam. Auch hier ist man sich sicher, dass es sich vor allem um den Versuch handelt, Ude und seinen Würzburger Kollegen Georg Rosenthal, der bei der nächsten Wahl ebenfalls nicht mehr antreten dürfte, im Amt zu halten.

Mit einer kategorischen Ablehnung der Idee sind allerdings sowohl CSU, als auch FDP vorsichtig. „Grundsätzlich kann man über alles diskutieren“, sagt CSU-Innenexperte Christian Meißner, auch wenn er den SPD-Vorstoß für ein „durchschaubares Manöver“ hält. Eine abschließende Meinung in der CSU-Fraktion gebe es nicht, er selbst aber glaube, dass sich die Altersregelung bewährt habe.

Sein Kollege Andreas Fischer von der FDP teilt diese Einschätzung: „Ich halte den Antrag für absolut unsinnig.“ Allerdings räumt Fischer ein, dass es in seiner Fraktion auch einige Unterstützer gebe. Wie sich die FDP-Fraktion insgesamt aufstellt, wird sich erst im Lauf der Woche klären.

Beobachter gehen jedoch nicht davon aus, dass ausgerechnet eine schwarz-gelbe Mehrheit den Weg für weitere sechs Jahre Christian Ude freimacht. mik

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