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Aline Körner († 30)

Am Dienstag beginnt der Prozess

Mordfall Aline: Ihr Ex steht vor Gericht

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München - Erwürgt und in einem Kellerloch verscharrt: So endete das Leben von Aline Körner († 30) aus Neuperlach. Ab Dienstag steht ihr früherer Lebensgefährte Michael P. (30) vor dem Landgericht. Er soll sie heimtückisch ermordet haben, weil sie sich von ihm trennen wollte.

Schon länger hatte es in der Beziehung des Paares gekriselt. Zwölf Jahre lang waren sie zusammen gewesen und wohnten gemeinsam in der Kafkastraße. Doch Michael P. hatte seine Freundin immer wieder kontrolliert. Er selbst verließ nicht gern die Wohnung – und soll sie oft gezwungen haben, mit ihm daheim zu bleiben. Unter diesen Umständen hielt es Aline kaum noch aus – und dachte immer öfter an die Trennung. Dazu kam es nie: Zu groß war ihre Angst, dass ihr Freund sich etwas antun könnte. Ermittlungen zufolge hatte P. das mehrfach angedroht.

Ein eigenes Leben war für Aline Körner so gut wie gar nicht möglich. Ständig diese Kontrolle. Ein Mann, der sogar ihr Handy überwacht haben soll! Ermittlungen zufolge durfte sie ihr Telefon nicht mal mit zur ­Toilette nehmen. Oder allein in die Disko gehen …

Welche Frau hält so etwas aus? Die bedrückenden Umstände sollen Aline Körner in die Arme eines anderen Mannes getrieben haben. Mit einem Arbeitskollegen begann sie eine Affäre – und wagte trotzdem nicht die Trennung von ihrem Lebensgefährten.

Der aber spürte wohl, dass sich in ihr etwas verändert hatte – und soll rasend vor Wut geworden sein, als er in ihrem Handy die intimen Nachrichten las, die sie dem Arbeitskollegen geschrieben hatte.

Michael P. muss sich vor Gericht verantworten. Er lebte mit Aline in der Kafka­straße.

Am Abend des 8. Oktober 2015 eskalierte die Situation. Im Schlafzimmer schliefen beide schon lange nicht mehr gemeinsam. Als Aline Körner spätabends auf dem Sofa lag, soll Michael P. ihr aufgelauert haben – und stellte sie zur Rede. Als sie die Affäre zugab und die Beziehung zu ihm beendet hatte, soll er ihr mit beiden Händen die Kehle zugedrückt haben. Drei Minuten lang. Bis sie alle Gegenwehr aufgab und sich nicht mehr rührte.

Nach der mutmaßlichen Tat besuchte Michael P. noch einen Freund. Nachts soll er die Leiche seiner Freundin in das Kellerloch eines Abbruchhauses in Lochhausen gebracht haben – dort, wo er als Kind immer gespielt hatte. Nun droht ihm lebenslange Haft. Das Landgericht verhandelt den Mordfall an insgesamt neun Tagen bis Ende Oktober.

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