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Sadiq A. im Gericht.

291 Vergewaltigungen! Landgericht verurteilt Sadiq A. (45)

Zehn Jahre Knast für das Sex-Monster

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Abscheulich. Grausam. Einfach unfassbar. Für diese Verbrechen kann man kaum Worte finden. Wie muss ein nur Mensch sein, der zu so etwas fähig ist?

München - Über Jahre hinweg hat sich Sadiq A. (45) an seinen beiden Großnichten vergangen. Hat sie vergewaltigt, missbraucht und ihre jungen Körper geschändet. Am Freitag hat ihn das Landgericht München nun dafür verurteilt – und eine besonders harte Strafe ausgesprochen: Sadiq A. muss für zehn Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Es ist eines der härtesten Urteile gegen Sexual-Verbrecher, das in den vergangenen Jahren in München gesprochen wurde.

Richterin Sigrun Broßhardt sprach Sadiq A. schuldig. Und listete seine Schandtaten minutiös auf: 291 Fälle der Vergewaltigung, 74 Fälle des sexuellen Missbrauchs sowie 15 Mal sexuelle Nötigung. Es sind Zahlen, die sprachlos machen.

Was die Mädchen durchgemacht haben müssen, kann sich wohl kaum jemand vorstellen. Wieder und wieder hatte Sadiq A. sie bedrängt, als sie noch minderjährig waren – Hülya seit dem Jahr 2002, Elif seit 2006 (beide Namen geändert). Gegen ihren Großonkel konnten sie sich nicht wehren. Er hatte ihnen gedroht, dass sie niemandem etwas erzählen dürfen – sonst werde er sie selbst, ihre Mutter und auch die Oma umbringen. Gefangen in dieser Furcht ließen sie seine widerliche Lust und die sexuellen Übergriffe über sich ergehen – und folgten seinen Anweisungen über Jahre hinweg. Bis die Polizei das Sex-Monster am 7. August 2016 endlich stoppen konnte. Nur sechs Tage vorher hatte er die letzte Tat begangen.

Am 21. April wurde Sadiq A. schließlich vor Gericht gestellt. Nervös wartete er auf seinen Prozess – und versteckte sein Gesicht hinter einem Schnellhefter. Die heftigen Vorwürfe der Staatsanwaltschaft hatte A. bestritten: Er habe die Mädchen angeblich immer nur im Beisein ihrer Mutter getroffen. In dem Mehrfamilienhaus sei er außerdem nie alleine gewesen.

Nach vier Verhandlungstagen konnte er dennoch überführt werden. Am Ende sah die strenge Richterin seine Schuld als erwiesen an, wenn auch nicht in allen Fällen. Denn ursprünglich war die Anklage sogar von rund 500 schweren Missbrauchsfällen ausgegangen.

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