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Die Neue und ihr Vorgänger: Andrea Schmidt und Hans-Joachim Heßler. 

Amtseinführung

„Ohne Komplizen geht gar nichts“ - Andrea Schmidt ist neue Chefin des Landgerichts

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„Sie werden eine hervorragende Präsidentin sein“: Mit diesen Worten führte Justizminister Georg Eisenreich (48) am Mittwoch Andrea Schmidt offiziell in ihr neues Amt ein.

Bereits seit September ist Schmidt (59, zwei Kinder) Chefin des Landgerichts, des größten in Bayern, und dort erst die dritte Frau überhaupt an der Spitze des Gerichts.

Schmidt sei „leistungsstark und hochqualifiziert“, lobte der Minister. „Sie hat in jeder ihrer bisherigen Positionen absolute Topleistungen gebracht.“ Auch ihren Vorgänger Hans-Joachim Heßler (60), der den Vorsitz des Bayerischen Obersten Landesgerichts übernommen hat, ehrte Eisenreich: „Wohin ich auch komme, Ihr Name ist immer mit größter Anerkennung verbunden.“ Heßler zeichne sich durch „kluge und respektvolle Personalführung“ aus und arbeite mit „höchster fachlicher Kompetenz“.

Bundesweit das zweitgrößte Landgericht

480 Beschäftigte und 1300 Referendare hat das Landgericht, jährlich laufen 19 000 Zivil- und 4000 Strafprozesse. Bundesweit ist es das zweitgrößte Landgericht. „Es ist eine große Ehre zurückzukehren“, sagte Andrea Schmidt, die bereits 16 Jahre lang im Landgericht tätig war.

„Das Gericht ist bestens in Schuss“, dankte sie Vorgänger Heßler, den sie vor ihrem Amtsantritt zu Übergabe-Gesprächen schon mal im Himalaya zum Wandern traf. Beide kennen sich seit Jahren und sorgten mit einer Anekdote gestern im Hubertussaal des Nymphenburger Schlosses für große Erheiterung: „Die beiden verstehen sich hervorragend und wollen später vielleicht mal eine Alters-Wohngemeinschaft gründen“, plauderte Justizminister Eisenreich aus dem Nähkästchen. „Aber ich hoffe, dass das noch lange dauern wird“, fügte er an – in der Hoffnung, Heßler und Schmidt noch lange im Staatsdienst behalten zu können.

Schmidt lobte in ihrer Rede vor allem die Mitarbeiter an den Gerichten: „Im Beruf ist es wie beim Banküberfall: Ohne Komplizen geht gar nichts“, sagt Schmidt, die ihre Karriere in der Justiz vor genau 32 Jahren begann. Geplant habe sie das berufliche Fortkommen nie so konkret, sagte die neue Präsidentin bereits Anfang März im Interview mit unserer Zeitung. „Das ist das Schöne an der bayerischen Justiz: Man kann oft die Position wechseln.“ Das hat Schmidt genutzt: Zuletzt war sie als Ministerial-Dirigentin im Landesprüfungsamt tätig. „Ich habe nie Nein gesagt, wenn ich aufgefordert wurde, eine neue Position zu übernehmen“, sagt Schmidt. So wie jetzt als Präsidentin.

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