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OB Dieter Reiter appelliert an das Auktionshaus, keine NS-Relikte zu versteigern

Auktionshaus äußert sich

Görings Unterhose unterm Hammer: Reiter will Nazi-Auktion stoppen

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München - Ein Münchner Auktionshaus will skurrile Nazi-Objekte versteigern. Doch Münchens OB Dieter Reiter möchte diese Auktion verhindern.

Hermann Görings Seidenunterhose soll am Wochenende in München versteigert werden – zusammen mit anderen persönlichen Gegenständen von Hitler und anderen Nazi-Größen. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) appellierte an das Auktionshaus HermannHistorica, die umstrittene Versteigerung von Nazi-Relikten abzusagen: Das Auktionshaus solle sich „der Verantwortung, die eine Versteigerung derartiger Devotionalien mit sich bringt, bewusst werden“.

Adolf Hitler und Hermann Göring am Tag der Machtübernahme.

Das Auktionshaus erklärte auftz-Anfrage: „Erklärtes Ziel der Hermann Historica ist es, den sozialen Frieden nicht zu stören oder Gefühle zu verletzen.“ Das Auktionshaus sei sich „ der verhängnisvollen deutschen Geschichte von 1933 bis 1945 völlig bewusst und lehnt alle neonazistischen und nationalsozialistischen Strömungen strikt ab.“

Die umstrittene Auktion sorgt weltweit für Schlagzeilen: Die britische Zeitung Sun titelte: „Silk Heil!“ – unter Anspielung auf die seidene (englisch: silk) Göring-Unterhose, die eine stattliche Bundweite von 114 Zentimetern hat. Auch der Messing­behälter für die Blausäure soll versteigert werden, mit der sich Göring kurz vor seiner geplanten Hinrichtung umbrachte.

Außerdem Röntgenaufnahmen Adolf Hitlers und Unter­suchungsberichte nach dem Attentat vom 20. Juli 1944, seine Feld­jacke oder ein Teil des Stricks, mit dem Stürmer-Herausgeber Julius Streicher hingerichtet wurde. All das stammt laut Hermann Historica aus der Sammlung des inzwischen gestorbenen US-Arztes John K. Lattimer, der während der Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozesse für die medizinische Versorgung der Angeklagten verantwortlich war.

Erste Einblicke ins NS-Dokuzentrum

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