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Kleine Schönheit: Nashi wurde einfach ausgesetzt.

26-Jährige reagiert genau richtig

Baby-Katze in Park „entsorgt“ - Passantin beobachtet traurige Szenen

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Ein einfacher Spaziergang im Park - und dann passiert das Unfassbare. Als Lisa Lang eine Situation beobachtet, traut sie ihren Augen nicht. 

München - Wie können Menschen das nur übers Herz bringen? Ein zartes Kätzchen mit blau-silbrigen Kulleraugen einfach auszusetzen – es seinem Schicksal zu überlassen? Nicht zu wissen, ob die Hauskatze in der freien Natur die Nacht überlebt. Es ist, wie leider so oft, geschehen.

Tierdrama in München: Kätzchen in Gebüsch „entsorgt“

Die gute Nachricht: Dank einer aufmerksamen Frau mit einem großen Herz für Tiere wurde das verängstigte Viecherl gerettet. Lisa Lang ging mit ihrem Hund Pepper (2 Jahre) wie jeden Tag mittags im Park an der Würm in Pasing Gassi. Da kamen der 26-Jährigen zwei blonde Frauen, vermutlich Mutter und Tochter, mit einem Kinderwagen entgegen. Zunächst nichts Ungewöhnliches. Auch als die Eventmanagerin darin eine Katze sitzen sah, dachte sie sich nur: „Na ja, es gibt halt komische Menschen in München!“ Am Verhalten der Spaziergängerinnen bemerkte Lang aber, dass etwas nicht stimmte: „Die Frauen haben sich ständig umgedreht, getuschelt und liefen sehr langsam“, sagt Lang. Plötzlich habe sie aus einem Augenwinkel gesehen, wie ein Bündel in einen Busch geflogen sei. Danach hätten sich die beiden schnell entfernt.

„Mir kam das alles merkwürdig vor“, sagt Lang. Instinktiv sei sie zurückgegangen – und siehe da: „Das Katzerl lag zitternd und laut miauend unter dem Busch an einem Zaun.“ Ihr erster Gedanke sei gewesen, den Frauen zu folgen: „Ich hatte aber befürchtet, dass die Katze vielleicht abhaut.“ Geistesgegenwärtig rief Lang bei einem Kollegen an. Sie war sich nicht sicher, ob das Findelkind aufgrund ihres Hundegeruchs noch mehr Angst bekommen würde und nicht eingefangen werden könnte. Doch die Katze, die vermutlich zwei Jahre alt ist, zeigte sich zutraulich, ließ sich streicheln und von dem Kollegen auf den Arm nehmen – zusammen brachten sie das Tier erst mal ins Büro.

Auch für Katzenbaby Holly, das im Sommer in Hochbrück angezündet wurde, geht es jetzt aufwärts.

München: Fundtier Nashi muss zunächst in Quarantäne bleiben

Dort angekommen, informierte Lisa den Tierschutzverein, der das Kätzchen drei Stunden später abholte und ins Heim brachte. Währenddessen hatten Lang und die Kollegen ein kleines Nest in einem Karton gebaut, um der Katze Schutz zu geben. „Weil sie so süß und bildhübsch ist, haben meine Kollegen sich sofort in sie verliebt – und würden sie in jedem Fall nehmen.“

Doch Fundtier Nashi (wie die japanische Apfelbirne), so hat das Tierheim die edle Katzen-Dame getauft, muss nun erst einmal etwa zwei Wochen in Quarantäne bleiben. „Erst danach, wenn sich kein Besitzer gemeldet hat, ist sie frei zur Vermittlung“, erklärt Judith Brettmeister.

Die Tierheim-Sprecherin bittet inständig darum, Viecherl nicht einfach auszusetzen, sondern beim Münchner Tierschutz abzugeben. Die Schutzgebühr für eine Katze liege bei 22 Euro, erklärt Brettschneider und fährt fort: „Aber über die Kosten lässt sich reden, da kann man was nachlassen.“

Video: Im Sommer schwindet plötzlich die Tierliebe

Ein anderes Tier hat in München für einen Alarm gesorgt. Es ist im Stadtgebiet unterwegs. 

Charles Schumann ist der wohl bekannteste Barkeeper Deutschlands. Doch aktuell muss sich der Star-Gastronom mit einer hitzigen Debatte im Netz beschäftigen.

Tina Layes

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