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Innenminister Joachim Herrmann bei der Begrüßung neuer Mitglieder der Sicherheitswacht im Oktober 2015.

Ehrenamt

München behält seine Sicherheitswacht - mehr Bewerber

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München - München behält seine Sicherheitswacht. Das hat der Kreisverwaltungsausschuss gestern entschieden – gegen die Grünen, die beantragt hatten, sie abzuschaffen.

Darüber hatte auch die SPD am Montag diskutiert, sich letztlich aber dazu entschlossen, dem Antrag von Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle (parteilos) zu folgen und sie weiterbestehen zu lassen. Zugleich forderte SPD-Stadträtin Beatrix Zurek, die Polizeistärke in München zu überprüfen. CSU und Grüne folgten dem Vorschlag.

Polizei-Vizepräsident Werner Feiler beschrieb die Arbeit der Sicherheitswacht, die es seit 20 Jahren gibt. Nach 40 Stunden Ausbildung bei der Polizei seien die Bürger im Viertel unterwegs, auch im Umfeld von Asylunterkünften. Sie hätten die Befugnis, Personalien festzustellen, Platzverweise zu erteilen und Personen nach einer Straftat festzuhalten, bis die Polizei komme.

Nach Überprüfung fallen viele Bewerber aus

Aktuell seien 36 ehrenamtliche Bürger darin tätig, möglich wären 48. „Aber wir bekommen nicht mehr, denn nach der Überprüfung fallen viele raus“, sagte Feiler. Laut Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins haben sich vergangenes Jahr 64 Münchner für die Sicherheitswacht beworben, 15 seien genommen worden. In den Jahren 2012 bis 2014 gab es insgesamt nur 18 Bewerbungen.

Dieses wachsende Interesse und zugleich die mangelhafte Eignung vieler könnte Dominik Krauses Befürchtungen bestärken. Der Grünen-Rat argumentierte gegen die Sicherheitswacht: Ähnlich einer Bürgerwehr ziehe diese „Leute mit problematischen Ansichten“ an, gerade in aufgeheizten Zeiten. CSU-Rat Alexander Dietrich verwies darauf, dass beides strikt zu trennen sei.  

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