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München bekommt einen Künstlerfriedhof. 

Auf dem Waldfriedhof

München bekommt einen Künstlerfriedhof

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München bekommt einen Künstlerfriedhof nach Vorbild des Wiener Zentralfriedhofs. Darauf hat sich der Gesundheitsausschuss des Stadtrats auf Antrag der CSU geeinigt. Die Ruhestätte wird auf dem historischen Gräberfeld 41 des Waldfriedhofs angelegt.

Dort sollen prominente Münchner bestattet werden. Die Vergabe der einzelnen Gräber wird durch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) im Benehmen mit dem Ältestenrat des Stadtrates erfolgen. Bislang hatte der Friedhof in Bogenhausen inoffiziell die Funktion des Münchner Künstlerfriedhofs inne, dort gibt es aber kaum noch freie Gräber.

Das Gräberfeld 41 im Waldfriedhof ist ein besonders idyllischer Ort in prominenter Lage: eine Lichtung mitten im Wald mit geschwungenen Pfaden und sich harmonisch in die Umgebung einfügenden, sarkophagartigen Grabsteinen. Angelegt wurden die Gräber ab 1912, mittlerweile sind all diese Grabnutzungsrechte erloschen und die einzelnen Grabmale sowie die ganze Anlage müssen denkmalschutzgerecht saniert werden. 34 Grabmale sind im Besitz der Stadt. Unter anderem dort sollen künftig prominente Münchner ihre letzte Ruhestätte finden.

Die städtischen Friedhofsgebühren bleiben bis zum Sommer 2018 stabil. Darauf hat sich der Gesundheitsausschuss gestern ebenfalls verständigt. Alle zwei Jahre kalkuliert die Stadt die Gebühren für Sargbestattungen, Einäscherungen, Urnenbeisetzungen sowie die Grabnutzungsgebühren neu. Weil die wirtschaftliche Situation der Städtischen Friedhöfe München (SFM) gut ist, bleiben die Gebühren stabil. Seit 2008 gab es keine Erhöhung mehr.

550 Euro kostet eine Sargbestattung, die Einäscherung mit Urne und Urnenbeschriftung 269 Euro. Seit einigen Jahren schon gibt es einen Trend zur Feuerbestattung. Sie macht inzwischen über 60 Prozent aus. 6660 Urnenbeisetzungen in 2015 stehen 4156 Sargbestattungen gegenüber. Die Einnahmen aus Bestattungsleistungen sind deshalb rückläufig. Überdies werden Angebote wie beispielsweise die Aufbahrung (74 Euro) von Toten oder die Benutzung von Trauerhallen (120 Euro) immer seltener nachgefragt. Die Einnahmen aus Grabüberlassung sind dagegen kräftig gestiegen. Die SFM haben in den vergangenen Jahren einige neue Grabarten eingeführt, die eigenen Angaben zufolge „bestens“ angenommen werden. Dazu zählen etwa Bestattungen unter Bäumen.

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