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Seit 1977 in München zu Hause: Irmgard Schneider.

Wir stellen drei Alteingesessene vor

Münchens treue Seelen: Diese Berufsjubilare werden geehrt

An diesem Mittwoch ist ihr großer Tag - dann werden Münchens Berufsjubilare geehrt. Wir stellen drei treue Seelen im Berufsleben der Stadt vor.

München - Wie lange sind Sie schon in Ihrem jetzigen Job tätig? Fünf, zehn, 20 oder vielleicht gar 30 Jahre? Jahrzehntelange Treue zum Arbeitgeber ist - ebenso wie ein über einen solchen Zeitraum sicherer Arbeitsplatz - heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Im Gegenteil: Solche Treue gilt in der schnelllebigen Arbeitswelt als geradezu exotisch. Auf die Spitze treiben es die sogenannten „Jobhopper“: Menschen, die in ihrer Karriere von Arbeitgeber zu Arbeitgeber springen.

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Doch es gibt immer noch das andere Extrem: Menschen wie Emil Mock etwa, der mittlerweile unfassbare 75 Jahre lang beim selben Arbeitgeber tätig ist. An diesem Mittwoch ehrt das Bayerische Arbeitsministerium ihn und 16 weitere Arbeitsjubilarinnen und -jubilare, die sich durch jahrzehntelange Treue zu ihrem Arbeitgeber auszeichnen. Auch wenn es bei solchen Ehrungen kein Siegertreppchen gibt: Mit den rekordverdächtigen 75 Jahren von Emil Mock kann keiner der anderen Jubilare mithalten.

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Gemeinsam ist den Jubilaren eins: Sie gehen auch nach vielen Jahren immer noch mit einer ganz besonderen Leidenschaft ans Werk und sehen ihre Aufgabe weniger als Beruf denn als echte Berufung. Und sie erleben täglich, dass ihre Arbeitskraft gebraucht wird und anderen auf ihrem Weg weiterhilft.

Wir stellen Ihnen hier drei dieser besonders treuen Seelen vor.

Emil Mock

Rekordverdächtig: Ganze 75 Jahre ist Emil Mock nun schon Versicherungskaufmann. Angefangen hat er 1942, noch mitten im Zweiten Weltkrieg. Bis 1962 war er im Innendienst, danach im Außendienst als Firmenvertreter der Versicherungskammer Bayern. Heute leitet der 89-Jährige seine eigene GmbH und berät Tag für Tag Kunden der Versicherungskammer. „Die Finanzwelt hat sich stark verändert. Heutzutage wächst die Jugend in schon vorhandene Bestände rein - dass sich Leute etwas selbst aufbauen, ist wirklich selten geworden“, urteilt der 89-Jährige. Ans Aufhören denkt Mock aber längst nicht: „Ich bin noch fast täglich im Büro.“

Auch mit 89 Jahren täglich im Büro: Emil Mock.

Mathildis Romberger

Schon 50 Jahre lang ist Schwester Mathildis Romberger (79) Teil der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul. Alleine im Krankenhaus Vinzentinum war sie 41 Jahre lang in der Verwaltung tätig. Mittlerweile wurde sie ins Betreute Wohnen am Vinzentinum versetzt und kümmert sich dort als Oberin um ihre Mitmenschen. Und sie ist gerne dort: „Täglich in Kontakt mit Leuten zu stehen - das bereitet mir Freude.“ Und das auch noch nach 50 Jahren im Job. „Solange ich gesund bleibe, mache ich weiter“, sagt die 79-Jährige.

Kümmert sich als Oberin um ihre Mitmenschen: Mathildis Romberger.

Irmgard Schneider

Eine bunte Welt: Als Irmgard Schneider (62) im Jahr 1977 nach München gekommen ist, hatte sie sich auf einen eher kürzeren Aufenthalt vorbereitet. „Ich wollte eigentlich nur ein, zwei Jahre bleiben. Es sind doch ein paar mehr geworden“, sagt die 62-Jährige und lacht. Seit 40 Jahren ist Schneider beim Internat der Bayerischen Landesschule für Körperbehinderte, 1993 hat sie die Schulleitung übernommen. Das Internat ist heute eine „bunte und vielfältige Welt - nur in Klein“.

Wladimir Kaseko

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