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Kinderkrippen sollen billiger werden, das Personal soll mehr Zeit für die Kinder haben.

Entscheidung am Dienstag

München: Gute Nachricht für Eltern -  Keine Gebühren mehr in Kitas

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Die Landeshauptstadt führt ab September eine weitgehende Gebührenfreiheit für Drei- bis Sechsjährige in der Kindertagesbetreuung ein.

Update 21. Mai, 13.53 Uhr: Die Regelung gilt nicht nur für alle städtischen Kindergärten und Häuser, sondern auch für Kindergärten anderer Träger sowie Eltern-Kind-Initiativen, sofern diese an speziellen Fördermodellen teilnehmen. Darüber hinaus werden Krippe, Tagesheim und Hort bis zu einem Einkommen der Eltern von 50 000 Euro im Jahr kostenfrei. Wer mehr verdient, zahlt künftig deutlich reduzierte Beiträge, wie das Referat für Bildung und Sport am Dienstag mitteilte.

„Damit profitieren ab 01. September 2019 mehr als 61 500 Kinder in insgesamt 1100 von rund 1400 Münchner Kindertageseinrichtungen von einer deutlichen Elternentgeltreduzierung“, hieß es. Mehr als die Hälfte davon, nämlich knapp 33 500 Kindergartenkinder, werden komplett von den Gebühren befreit, die anderen zahlen deutlich weniger als vorher. Da die Kommune den Trägern die entgangenen Gebühren ausgleicht, kostet dies die Landeshauptstadt rund 43,8 Millionen Euro im Jahr.

„Der Zugang zu hochwertigen Bildungsangeboten ist essenziell, um sich im Leben weiterentwickeln zu können“, betonte die für den Bildungsausschuss des Stadtrats zuständige Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD). „Die gebührenfreie und gebührenreduzierte Kinderbetreuung ist ein wichtiger Beitrag zu Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit.“

München: Erfreuliche Nachricht für Eltern -  Keine Gebühren mehr in Kitas

München - Kostenlos in die Kita? Der Stadtrat wird am Dienstag über die Abschaffung der Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung in München entscheiden. Das hatten SPD, CSU und Grüne beantragt. Krippe, Tagesheim und Hort sollen ferner bis zu einem Eltern-Einkommen von 50 000 Euro kostenfrei werden, für alle Einkommen darüber werden die Elternbeiträge deutlich gesenkt. Auch für Elterninitiativen soll es Lösungen geben.

Das perspektivische Ziel ist eine kostenfreie Betreuung in allen Einrichtungen. Die SPD will zudem mit einem Antragspaket für mehr Angebot und Qualität in den Einrichtungen sorgen. „Wir wollen, dass Familien gut in München leben“, sagt SPD-Vize Verena Dietl. „Indem wir die Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung schrittweise abschaffen, entlasten wir Familien finanziell. Außerdem gehört es für uns zur Bildungsgerechtigkeit, gleiche Chancen zu ermöglichen.“

Kitas sollen Verwaltungspersonal bekommen

Ziel des neuerlichen siebenteiligen Antragspaketes ist es, die Kindertageseinrichtungen zeitgemäß auszustatten. Dazu will die SPD durch zusätzliches Verwaltungspersonal die Erzieherinnen bei deren Aufgaben entlasten. Ferner ist geplant, dass Kitas verstärkt mit Akteuren der Tagespflege in ihrem direkten Umfeld zusammenarbeiten sollen. Das soll bestehende Angebote für mehr Flexibilität vernetzen und helfen, wenn Personal ausfällt. Bereits nach der Landtagswahl in Bayern beschlossen CSU und Freie Wähler, dass die Gebühren für Kindergärten in München abgeschafft werden sollen.

Darüber hinaus ist gewünscht, dass die Stadt ihren Auszubildenden Praktika anbietet und diese in die Ausbildung einbindet. Erzieherinnen könnten so interessante Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig könnte die Stadt Praktika für Austauschpartner anbieten.

Außerdem wünscht sich die SPD ein Konzept, wie einzelne Schließtage von Gruppen oder der ganzen Einrichtung weiter abgebaut werden können. Das könnte etwa durch Alternativangebote oder die Einbeziehung anderer Träger funktionieren.

SPD wünscht sich mehr Vollzeit-Erzieherinnen

Zudem sollen Personal und Quereinsteiger finanziell unterstützt werden oder kostenlosen Zugang zu Kursen und Coachings haben, wenn sie sich im Erziehungsbereich qualifizieren wollen. Die Genossen setzen sich ferner für einen Aufbauunterricht für ausländische Fachkräfte ein. Die würden dringend gebraucht, bilinguale Kita-Angebote seien gefragt.

Obendrein sollen die Personalstunden aufgestockt werden. Laut SPD arbeiten viele Erzieherinnen in Teilzeit. Nun soll die Stadt herausfinden, welche Gründe es dafür gibt und wie Anreize geschaffen werden können, Wochenstunden aufzustocken.

SPD-Stadträtin Kathrin Abele sagte: „Wir wollen mehr Erzieherinnen gewinnen, ihnen gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen bieten, ihnen Büroarbeit abnehmen und mehr Zeit für die Betreuung verschaffen.“ Julia Schönfeld-Knor (SPD) ergänzte: „Auslandspraktika, Aufbaukurse für ausländische Fachkräfte, kostenlose Kurse – diese Ideen machen den Beruf attraktiver und verbessern wiederum auch die Qualität der Betreuung. Unser Ansatz ist es, das Angebot zeitgemäß weiterzuentwickeln.“

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