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Diese beiden Frauen bestehlen Rentner beim Geldabheben

Beim Geldabheben Rentner bestohlen

Wer hat diese dreisten Frauen gesehen?

München - Besonders dreist gehen derzeit zwei Frauen vor, die Münchner Rentner bestehlen. Sie bestehlen die Senioren noch während des Geldabhebens. Jetzt sucht die Polizei mit Fahndungsbildern.

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Vorsicht vor diesen beiden Frauen! Sie haben einen neuen, perfiden Trick entwickelt, um Senioren das Geld abzunehmen. Die Täterinnen lauern in der Nähe von Geldautomaten in belebten Straßen. Wollen ältere Opfer, die in ihrer Beweglichkeit schon etwas eingeschränkt sind, Geld abheben, schleichen sich die Diebinnen an. Sie warten, bis das Opfer die Geheimnummer eingegeben hat, dann schlagen sie zu.
Eine Täterin fuchtelt mit einer Zeitung herum und redet auf das Opfer mit einer unbekannten, ausländischen Sprache ein. Die Täterin veranstaltet dabei gestikulierend einen Wirbel, um das Opfer einen Moment vom Geldautomaten abzulenken. Geschickt wird mit der Zeitung die Tastatur verdeckt. Diesen Moment nutzt die zweite Täterin, um den höchstmöglichen Geldbetrag – 400 oder 500 Euro – anzufordern. Kaum hat der Automat das Geld ausgespuckt, greifen die diebischen Elstern zu und verschwinden blitzschnell im Getümmel.

Auf diese Weise wurden zwischen dem 13. und 25. Februar in der Münchner Innenstadt fünf Trickdiebstähle verübt. Im März kam es in Würzburg, Nürnberg, Stuttgart und Mannheim zu Anzeigen wegen dieser perfiden Masche.

Bei der Auswertung der Fotos von Überwachungskameras durch die Polizei wurde festgestellt, dass bei allen Taten immer die gleichen jungen Frauen am Werk waren. Polizeisprecher Wolfgang Behr: „Sie konnten bisher trotz intensiver Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen nicht identifiziert werden.“
Das Amtsgericht München hat jetzt den Beschluss zu einer Öffentlichkeits-Fahnung gefasst. Hinweise nimmt das Polizeipräsidium München unter der Nummer 089/2910-0 entgegen.
Die Zahl der Trickdiebstähle häufen sich in jüngster Zeit. Nach wie vor kommt es zu den bekannten Enkeltrick-Taten. Immer öfter geben sich Frauen als Mitarbeiterinnen von Behörden oder sozialer Einrichtungen aus, um in die Wohnungen ihrer betagten Opfer zu gelangen.

Die Rechtslage

„Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ So steht es in Paragraf 242 Strafgesetzbuch. Bei den Trickdiebinnen kommt möglicherweise § 243 (besonders schwerer Fall) in Betracht, der mit zehn Jahren Höchststrafe bedroht ist. Ein  besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel dann vor, wenn die Täter gewerbsmäßig handeln, also ihren Lebensunterhalt damit bestreiten. Paragraf 243 gilt auch dann, wenn die Opfer hilflos sind.

Eberhard Unfried

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