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Bald ein alltägliches Bild? Kommt das Alkoholverbot am Hauptbahnhof, wird auch die Bewachung des Platzes intensiver.

Erneute Prügelei zwischen Trinkern

Mittwoch entscheidet Ausschuss über Alkoholverbot am Bahnhof

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München - Wird der Genuss von Alkohol am Hauptbahnhof verboten? An diesem Mittwoch tagt der Kreisverwaltungsausschuss der Stadt. Die Parteien sind aber keineswegs einig.

Schluck-Stopp am Hauptbahnhof! Am Mittwoch entscheidet der Kreisverwaltungsausschuss der Stadt über das Alkoholverbot - Zeit wird‘s. Am Dienstag kam es erneut zu Schlägereien. Alkoholbedingt!

Laut Polizeiangaben waren zunächst gegen 0.25 Uhr zwei Männer (beide 22) aneinander geraten. Ursache unklar. Sie mussten von Beamten getrennt werden. Messungen ergaben: Einer der Kontrahenten hatte 1,98 Promille, der andere 1,5 Promille Alkohol im Blut. Beide wurden bei der Prügelei leicht verletzt.

Zu einem weiteren Einsatz musste die Bundespolizei um 3 Uhr anrücken. Ein 23-Jähriger hatte einem 32-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Grund: Das Opfer soll zuvor rassistische Beleidigungen ausgestoßen haben. Der Angreifer hatte 0,84 Promille, der Geschlagene 2,08 Promille Alkohol im Blut.

CSU will auch Kameras und privaten Sicherheitsdienst

Genau wegen solcher Vorfälle will die Stadt handeln. Grundsätzlich sind sich CSU und SPD da einig, bei den Details jedoch nicht. Die CSU will mehr Kameras und einen privaten Sicherheitsdienst. Die SPD könnte wohl lediglich dem Alkoholverbot zustimmen.

Den Grünen geht das alles zu weit. Stadträtin Lydia Dietrich: „Das ist eine Verlagerungstaktik, ein lösungsorientierter Ansatz ist nicht zu erkennen.“ Sie fordert den Einsatz von Streetworkern, das Problem soll an der Wurzel bekämpft werden. Auch die Lokalpolitiker der umliegenden Bezirksausschüsse fürchten Auswirkungen auf die Viertel.

Weichen die Trinker einfach aus?

„Das Augenmerk gilt dabei der Müllerstraße“, sagt Wolfgang Neumer, Chef im BA Altstadt. Dass sich die Trinker einfach neue Plätze suchen, ist auch laut Alexander Miklosy nicht ausgeschlossen: „Es ist möglich, dass die Leute ausweichen werden. Auch in die Feierbanane“, sagt der Vorsitzende des BA Ludwigvorstadt-Isarvorstadt.

Genau diese Verlagerung sei aber sinnvoll, sagt der Chef des BA Maxvorstadt, Christian Krimpmann: „Wenn man einer Szene einen Raum überlässt, wie den Hauptbahnhof, dann setzt sich diese Gruppe dort auch fest.“ Halte man diese Gruppe aber in Bewegung, werde sie sich nie so manifestieren können. Und klar sei auch, dass am Hauptbahnhof etwas passieren muss. „Wir haben massive Beschwerden der Anwohner.“

Sascha Karowski

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