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Sichere Radwege: Investiert München zu wenig in den Ausbau? Das sagt zumindest Greenpeace.

Rathaus wehrt sich

München ist Schlusslicht: Warum gibt‘s nicht genug Kohle für den Radverkehr?

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Eine Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Dienstag für Verwunderung im Münchner Rathaus gesorgt. München gibt am wenigsten Geld für sicheren Radverkehr aus.

München - Demnach sollen die sechs größten deutschen Städte lediglich zwischen 2,30 Euro und fünf Euro pro Einwohner und Jahr für sicheren Radverkehr ausgeben. München landet im bundesweiten Ranking auf dem letzten Platz, Erster wurde Stuttgart (fünf Euro) vor Berlin (4,70 Euro), Frankfurt (4,30 Euro), Hamburg (2,90 Euro ) und Köln (2,80 Euro).

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Die Landeshauptstadt wies die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher sagte der dpa, dass tatsächlich pro Jahr zehn Millionen Euro für den Ausbau der Radverkehrs-Infrastruktur zur Verfügung stünden, also mehr als sechs Euro pro Kopf.

CSU kritisiert Studie, die Grünen feiern sie

„Schon daher kann diese Untersuchung nicht stimmen“, sagt CSU-Rad-Expertin Sabine Bär. Es würden zudem nicht alle Projekte mit dieser Pauschale finanziert. SPD-Rad-Expertin Bettina Messinger verwies auf den Arnulfsteg für Fußgänger und Radler: „Der kostet 26 Millionen Euro, es werden aber nur 22 000 Euro aus der Nahmobilitätspauschale genommen.“

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Für die Grünen ist die Studie Wasser auf die Mühlen. „Wenn wir zehn Millionen ausgeben, dann stecken die in der Regel in einigen wenigen teuren Projekten, aber in der Fläche passiert zu wenig“, sagt Stadtrat Herbert Danner. „Immer wenn dem Autoverkehr was weggenommen werden soll, dann schreien die GroKo und insbesondere die CSU laut auf.“ 

S. Karowski

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