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Untersuchung Greenpeace: Radfahrer in München

Förderung des Radverkehrs

Mehr Sicherheit auf Münchens Radwegen: Das ist für dieses Jahr geplant

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  • Kathrin Braun
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Um die Straßen für Radfahrer in München sicherer zu machen, hat die Stadt ein sportliches Maßnahmen-Paket geschnürt. Münchner, die statt zum Auto zum Rad greifen, erwartet einige Verbesserungen. 

München - Immer mehr Menschen lassen ihr Auto in der Garage stehen und schwingen sich stattdessen aufs Rad. 2017 radelten 300 000 Münchner durch die Stadt – und zwar täglich. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Im Juli 2016 passierten jeden Tag rund 5680 Radler die Zählstelle an der Erhardtstraße auf dem Isar-Radweg nahe dem Deutschen Museum. Ein Jahr später waren es 5885, im Juli 2018 bereits 7772.

Mehr Sicherheit für Münchner Radfahrer: Das hat sich bisher getan

Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten und noch mehr Münchner zum Radeln zu bewegen, fördert die Stadt den Radverkehr auf vielen Ebenen. So wurden an der Plinganserstraße zwischen der Lindenschmit- und der Lindwurmstraße beidseitig rote Fahrradstreifen markiert. An der Trappentreu-, Ecke Westendstraße fand ein Lückenschluss des Radwegs statt. Und auch an der Implerstraße gibt es inzwischen neue Radfahrstreifen. Außerdem wurden in den vergangenen Monaten an 41 Standorten 830 neue Fahrradstellplätze errichtet. So auch am U-Bahnhof Giesing. Dort entstand an der Wendeschleife Ungsteiner Straße eine überdachte Radl-Parkanlage.

Um die Stadt noch (verkehrs-)sicherer zu machen, setzt der Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) weiterhin auf einen „schnellen Ausbau des Radwegenetzes“. Das soll künftig nicht nur attraktiver werden, „sondern auch eine sichere Alternative zum motorisierten Individualverkehr bieten“.

Radfahren in München: Das ist dieses Jahr geplant

Im Vorjahr wurden bereits elf Kilometer Radweg an 25 Abschnitten saniert. Und auch heuer ist einiges geplant: So soll die Brienner Straße zwischen dem Odeonsplatz und dem Amiraplatz auf beiden Seiten Fahrradschutzstreifen bekommen. Dadurch sollen Radler künftig gefahrlos an den Autos vorbeifahren können – ohne dabei den Gehsteig kreuzen zu müssen. Und: Ohne Fußgänger auf ihrem Weg zu gefährden. Um den Umbau möglich zu machen, werden an der Nordseite der Brienner Straße Kurzzeit-Parkbuchten wegfallen müssen. Das teilte die Stadtbaurätin Prof. Dr. Elisabeth Merk gestern im Rahmen einer Pressekonferenz mit. Außerdem sollen nach Angaben des Radverkehrsbeauftragten der Stadt, Florian Paul, die schmalen Radwege zwischen dem Stiglmaierplatz und dem Königsplatz durch breitere Radfahrstreifen ersetzt werden. Dafür wird die Brienner Straße in dem besagten Abschnitt – bis auf die Ampelkreuzungen – in beiden Fahrtrichtungen einspurig.

Alle Maßnahmen und Informationen hat die Stadt im Internet unter http://t1p.de/Radverkehr aufgelistet.

Mehr zum Thema: Müssen Radwege immer benutzt werden?

S. Brenner/ K. Braun

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