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Messerattacke am Hauptbahnhof München: Mann in Zug niedergestochen - Polizei fasst den Angreifer

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Von: Katharina Haase

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Hauptbahnhof München (Archivbild).
Hauptbahnhof München (Archivbild). © Matthias Balk/dpa

Am Hauptbahnhof München ist es am Sonntagabend zu einer Messerattacke in einem Zug gekommen. Der Angreifer war zunächst flüchtig, der Verkehr wurde gestoppt.

München - In der bayerischen Landeshauptstadt München ist es am Sonntagabend, 5. Dezember, zu einer Messerattacke in einem Zug gekommen. Der Verkehr musste kurzzeitig unterbrochen werden.

Wie die Polizei berichtet, war es bereits am Bahnsteig des Gleises 17 zum Streit zwischen vier beteiligten Personen gekommen. Zwei 22-jährige Männer afghanischer Staatsangehörigkeit sollen dabei in Streit mit einem 21-jährigen Deutschtürken und dessen 16-jähriger Freundin geraten sein. Der Grund für die Auseinandersetzung ist bislang nicht bekannt.

Messerattacke am Hauptbahnhof München: Täter flüchtet über die Gleise

Gegen 18.30 betraten alle Beteiligten den RE9 in Richtung Ulm. Im Zug eskalierte dann die Situation und wurde von einer verbalen zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in dessen Verlauf der 21-Jährige ein Messer zog und auf einen der beiden Afghanen einstach. Dabei erlitt dieser eine Stichwunde im Bauchbereich, die im Krankenhaus behandelt werden musste. Er wurde noch am Abend operiert, befindet sich mittlerweile aber außer Lebensgefahr.

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Nach Messerattacke am Hauptbahnhof München: Zugverkehr unterbrochen - Täter mittlerweile gefasst

Umgehend gingen bei der Polizei Hinweise zum Tatverlauf ab. Sowohl das Opfer und sein Begleiter wie auch der Täter waren aus dem Regionalzug geflüchtet. Der 21-jährige Angreifer stieg ebenfalls wieder aus und machte sich über die Gleise hinweg davon, weshalb der Zugverkehr im Hauptbahnhof zunächst gesperrt wurde. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb zunächst erfolglos, sodass der Zugverkehr gegen 20.45 Uhr wieder aufgenommen wurde.

Am Montag, 6. Dezember, konnten Spezialeinsatzkräfte der Polizei den inzwischen identifizierten Tatverdächtigen gegen 11.15 Uhr am Vormittag festnehmen. Die Hintergründe der Tat sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Gegen den Tatverdächtigen werden Ermittlungen von der Bundespolizeiinspektion München in Absprache mit der Staatsanwaltschaft München I wegen gefährlicher Körperverletzung geführt. (kah)

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