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Jacint M. hat der SPD-Geschäftsstelle am Oberanger wirre Nachrichten hinterlassen.

So wirr agierte der Beschuldigte

Morddrohung gegen OB Reiter - Angst in der SPD-Zentrale

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Doris B. (57) ist bei der Münchner SPD die erste Ansprechpartnerin. Wer in die Partei aufgenommen werden möchte, landet bei ihr. So geschah es 2015 auch Jacint M. (36), dem psychisch kranken Mann, der auf Facebook Oberbürgermeister Dieter Reiter mit dem Tod bedrohte.

München - Nun steht er vor dem Landgericht (wir berichteten). Weil der Schizophrene wegen seiner schweren Erkrankung nicht bestraft werden, geht es im Prozess darum, ob er in eine Psychiatrie muss.

Jacint M. stellte im Juni 2015 einen Mitgliedsantrag. Doris B. nahm die Formalien auf und leitete den Antrag weiter. Als M. nicht die erwartete Rückmeldung bekam, sprach er im Oktober 2015 auf den SPD-Anrufbeantworter: „Philipp O. (Geschäftsführer/Anm. d. Red.) und Doris B. sind tot.“ Welch unangenehme Tage die 57-Jährige im Anschluss an diese Sprachnachricht erleben musste, erzählte sie nun als Zeugin vor Gericht. Zunächst einmal hatte die Polizei versucht, sie zu erreichen. Dreimal läutete sie in der Nacht bei ihr. Doris B. öffnete nicht, weil sie befürchtete, Jacint M. sei der Störer. Es folgte das Wochenende und Montagfrüh die Whatsapp-Nachricht vom Schatzmeister: „Vorsicht, Herr M. ist unterwegs.“

Mit mulmigem Gefühl ging Doris B. an diesem Morgen zur Arbeit. Sie schaute sich öfters um, nach einem Mann, den sie nicht kannte. Jacint M. hatte sie beschimpft, weil ihm sein Antrag zu langsam bearbeitet wurde. Er beschwerte sich auch beim Landes- und Parteivorstand. Dort brüstete er sich, den Rückhalt der ganzen Gesellschaft sowie des amerikanischen Geheimdienstes zu genießen. „Ihr werdet noch viel von mir hören, ich will hoch hinaus“, schrieb er.

Doris B. ging noch eine Woche lang mit einer ungewissen Angst in die Arbeit. Jacint M. tauchte nie auf. Der Prozess dauert an. 

Jacint M. hat der SPD-Geschäftsstelle am Oberanger wirre Nachrichten hinterlassen.

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