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Busse sollen in München künftig Vorfahrt haben. 

Auf der Suche nach Verkehrsentlastung

MVG-Chef will neue Buslinien ins Umland – und fordert mehr Geld

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), zuständig für U-Bahn, Bus und Tram, hält den Ausbau des Bussystems für den Königsweg, um den Verkehr mittelfristig zu entlasten.

„Der Bus muss jetzt Vorfahrt haben“, sagte MVG-Chef Ingo Wortmann unserer Zeitung. Dafür müsse man Parkplätze und Fahrspuren opfern. „Wir wollen vor allem schnelle Querverbindungen mit Expressbussen schaffen und neue Verbindungen in das Umland.“ Ziel sei ein Netz aus Expressbuslinien, eine Taktverdichtung und die Aufwertung von Stadtbus- zu Metrobuslinien. „Der Bus ist im Moment erste Wahl, um mehr Kapazitäten zu schaffen“, so Wortmann. „Auch für Autofahrer, die aus Gründen der Luftreinhaltung ihren Wagen stehen lassen wollen.“

Lesen Sie auch zu diesem Thema: Kampf gegen den Kollaps: München plant die Verkehrs-Revolution 

Der öffentliche Nahverkehr stehe vor einer Mammutaufgabe. Neben neuen Linien brauche man Fahrzeuge und Fahrer. Zugleich müsse die Infrastruktur saniert werden. „Die U-Bahn wird zur Dauerbaustelle. Und: All das muss finanziert werden.“ Laut Wortmann geht es um mehrere Milliarden Euro in den nächsten 20 Jahren. „Ein Sondertopf muss her.“

Auch brauche man neue Bewertungsverfahren für die Förderfähigkeit von Neubaustrecken. Wortmann mahnt einen schnellen Bau der U9 an, die vor allem die U6 entlasten soll. „Sie ist systemrelevant. Kommt sie nicht, kollabiert das U-Bahn-System!“

wha

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