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OB Reiter wünscht sich mehr Gastronomie in der Sendlinger Straße.

Stadt-Chef setzt sich für Wirte ein

OB Reiter will mehr Remmidemmi in der Fußgängerzone

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Seit 1. Juli 2016 ist die Sendlinger Straße Fußgängerzone. OB Dieter Reiter (SPD) wünscht sich jetzt mehr Leben auf der Straße zwischen Sendlinger-Tor-Platz und Rindermarkt. Und auch der Max-Joseph-Platz vor der Oper soll lebendiger werden. 

München - Einmal im Jahr treffen sich die Münchner Innenstadtwirte traditionell zum Essen – und laden auch den Oberbürgermeister ein. Der kommt immer gerne. „Damit ich wenigstens einmal im Jahr eine gute Mahlzeit kriege“, scherzte Dieter Reiter (SPD) am Montagabend im Wirtshaus „Zum Franziskaner“ an der Oper und verriet den Wirten einige Pläne für dieses Jahr. 

Max-Joseph-Platz und Sendlinger Straße beleben

Der OB will etwa endlich den Platz vor der Oper aufwerten. Es sei sein „fester Wille“, den Max-Joseph-Platz umzugestalten. „Das ist einer der schönsten Plätze der Stadt und er dient als Einfahrt für eine Tiefgarage“, sagte Reiter. „Das Fleckerl müssen wir besser nutzen.“

Der Max-Joseph-Platz mitten in der Stadt könnte weit besser genutzt werden findet der OB. 

Zudem wünscht sich Reiter mehr Leben auf der Sendlinger Straße. „Da muss noch was passieren, vielleicht könnte man ein paar Stühle und Tische aufstellen“, schlug er vor. „Das ist typisch deutsch: Die Leute gehen brav auf dem Gehweg und trauen sich nicht auf die Straße.“ Hintergrund: Seit 1. Juli 2016 ist die komplette Sendlinger Straße Fußgängerzone – probeweise für ein Jahr. Auch wenn keine Autos mehr einfahren dürfen, treten die meisten Münchner nur zögerlich auf den Asphalt. Gastronomische Bewirtung würde nach Reiters Einschätzung auch mehr Leute auf die Straße locken.

Der Vorsitzende der Innenstadtwirte, Lorenz Stiftl, nannte die neue Fußgängerzone eine „Bereicherung für die Stadt“. Dementsprechend begrüßte er Reiters Vorschlag. „Es wäre toll, wenn die Straße nach einem erfolgreichen Pilotversuch gepflastert würde - und dann auch wie eine echte Fußgängerzone aussieht.“ 

Wirtsgärten sollen länger öffnen

Die Sendlinger Straße als Fußgängerzone: Tische und Stühle sollen dort für mehr Flair, mehr Leben sorgen.

Stiftl hat im Namen seiner Kollegen, darunter Alfons Schuhbeck und Magnus Müller-Rischart, beim Wirtetreffen am Montagabend auch einige Wünsche an den OB herangetragen. Die Gastronomen in der Innenstadt würden die Öffnungszeiten ihrer Wirtschaftsgärten gerne erweitern. Bisher dürfen sie ihre Gäste freitags und samstags bis Mitternacht verköstigen – von 1. Juni bis 31. August. „Aber auch in den Osterferien kommen schon viele Touristen und die Sommerferien reichen in den September hinein“, erklärt Stiftl. Reiter machte den Wirten Hoffnung. „Das ist ein vertretbarer Wunsch“, befand der OB. „Das würde einer Großstadt wie München gut zu Gesicht stehen.“

Heizstrahler-Erlaubnis fürs ganze Jahr

Ein weiterer Wunsch der Wirte: Auf ihren Freischankflächen wollen sie die Heizstrahler ganzjährig laufen lassen - und nicht nur in der europäischen Sommerzeit, wie es derzeit erlaubt ist. „Das ist widersinnig, denn im Sommer sind sie oft gar nicht eingeschaltet“, sagt Stiftl.  Zudem betont der Spöckmeier-Wirt, dass er und seine Kollegen mittlerweile auf Elektrostrahler mit Ökostrom setzen. „Was früher so verpönt war, waren die Geräte, die mit Gas betrieben wurden.“ Auch hier zeigte OB Reiter sich großzügig: „Da kann man bestimmt was machen“, sagte er. „Ich trage die Sachen gleich an den neuen Kreisverwaltungsreferenten heran - der braucht eh Arbeit.“ 

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