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Im ganzen Stadtgebiet hat Marius A. gemeinsam mit Komplizen im Oktober und November 2016 neun Einbrüche begangen.

Schmuck, Geld und Wertgegenstände

Neun Einbrüche im Stadtgebiet: So lief sein Beutezug durch ganz München

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Im ganzen Stadtgebiet hat Marius A. gemeinsam mit Komplizen im Oktober und November 2016 neun Einbrüche begangen. Der Schaden liegt laut Anklage bei mehr als 120 000 Euro.

München - Der Rumäne kam offenbar gezielt nach Deutschland, um einzubrechen. Seit gestern muss sich der 29-Jährige vor Gericht verantworten. Marius A. legte zu Prozessbeginn ein Geständnis ab. Er hatte angeblich Schulden bei einem Komplizen.

Der Beutezug durch die Stadt begann am 27. Oktober 2016. Marius A. verschaffte sich jeweils mit einem oder mehreren Komplizen Zutritt zu Wohnungen und entwendete vor allem Schmuck, Geld und andere Wertgegenstände. Zudem versuchte er auch, Tresore aufzuhebeln. 

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Der 29-Jährige und seine Mittäter ließen sich dabei weder von einer brennenden Stehlampe, die den Eindruck vermitteln sollte, dass jemand zu Hause ist, noch von einem Hund abhalten. Den Labrador „Balu“ setzten die Täter offenbar sogar gezielt außer Gefecht. In der Sonnentaustraße in Feldmoching stiegen der 29-Jährige und mindestens zwei Komplizen in das Anwesen ein. 

Schmuck samt Tresor und Waffe

Vermutlich gaben sie „Balu“ Beruhigungsmittel und versetzten ihm einen Schlag gegen den Kopf. Denn der Hund ist so erzogen, dass er anschlägt, wenn jemand klingelt oder auf das Haus zugeht. Anschließend entwendeten die Täter Schmuck und einen Tresor samt Waffe.

Auf die Spur kamen die Ermittler Marius A., weil seine DNA an einem der Tatorte gefunden wurde. Die DNA des 29-Jährigen führte schließlich zu einem Treffer in der DNA-Datenbank, in der der Rumäne wegen einer anderen Straftat bereits gespeichert war.

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Der Verteidiger des Angeklagten regte zu Beginn des Prozesses ein Verständigungsgespräch an. Er schlug eine Haftstrafe von drei bis vier Jahren für seinen Mandanten vor. Der Staatsanwalt ging für die Taten von einem Strafrahmen zwischen vier Jahren, drei Monaten und fünf Jahren aus. Das Gericht stellte eine Strafe zwischen drei Jahren, neun Monaten und vier Jahren, sechs Monaten in Aussicht. Der Prozess wird fortgesetzt. 

Stefanie Wegele

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