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Eines der Projekte in Pasing: „Belvedere“ von MünchenBau

Wo und bis wann sie entstehen

7065 neue Wohnungen für München: Die Stadt stockt auf

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Die Wirtschaft boomt, der Arbeitsmarkt floriert – München ist gefragter denn je! Bis Ende 2030 sollen mehr als 1,8 Millionen Menschen bei uns wohnen. Deswegen stockt die Stadt weiter auf.

München - Im Laufe der kommenden drei Jahre sollen insgesamt 7065 Wohnungen gebaut werden. Das größte Planungsgebiet befindet sich in Pasing-Obermenzing. Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen, wo wie viel gebaut wird. Und, ist Ihr Viertel auch dabei? 

Pasing

Das Bauprojekt in der Berduxstraße in Pasing.

Auf dem ehemaligen Gewerbe­gebiet an der Paul-Gerhardt-Allee wird in den kommenden Jahren ein neues „Stadtquartier zum Wohnen und Arbeiten“ entstehen. Geplant sind 2400 Wohnungen auf 33 Hektar. Außerdem wird es auf dem Areal ­Geschäfte, Gaststätten, eine Grundschule mit Sporthalle ­sowie mehrere Kindertagesstätten geben. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Vier weitere Projekte sollen noch ab diesem Sommer realisiert werden. Eines davon ist das „Pandion Penta“, das 293 Eigentumswohnungen für insgesamt 174 Millionen Euro ­vorsieht. 

Das Pandion Penta.

Das Projekt „anders wohnen“ bringt bis Ende 2020 460 größtenteils frei finanzierte Wohneinheiten auf den Weg. Über 70 Prozent der Wohnungen sind bereits beurkundet oder verkauft. Das „Eingangstor“ zum neuen Stadtquartier soll das Projekt „Belvedere“ des Münchner Familienunternehmens MünchenBau bilden. Auf dem 4700 Quadratmeter großen Gelände sollen drei über einen gemeinsamen Dachgarten verbundene Gebäudekomplexe entstehen. Das vierte Projekt, das 230 Wohnungen vorsieht, wird an der Berduxstraße realisiert.

Noch ein Pasing-Projekt: „anders wohnen“

Lesen Sie auch: Mehr Zuzügler als neuer Wohnraum - Das sind die Zahlen für die Viertel

Schwabing

Am Montag hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung die Errichtung von 900 Wohnungen beschlossen. Die Planungsgebiete liegen südlich der Lilly-Reich-Straße und der Anni-Albers-Straße sowie westlich und östlich der Lyonel-Feininger-Straße. Damit die Pläne realisiert werden können, müssen die vier Kerngebiete zunächst umstrukturiert werden. Danach sollen neben den Wohnungen auch mehrere Kindertageseinrichtungen entstehen. Im Bereich der Kreuzung Anni-Albers-Straße/Lyonel-Feininger-Straße wird es außerdem einzelne Bürogebäude geben.

Trudering

Zwischen der Friedrich-Creuzer-Straße und dem Karl-Marx-Ring an der Nahtstelle zwischen Trudering und Neuperlach werden 1300 neue Wohnungen gebaut. 390 davon entstehen im geförderten Wohnungsbau. Außerdem sind mehrere soziale Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Jugendtreffs vorgesehen. Das Konzept basiert auf klaren Linien und geometrischen Formen. So sollen die Wohnblöcke der Größe nach gestaffelt und durch „grüne Innenhöfe“ verbunden werden. 

Das Besondere an dem Projekt ist die unmittelbare Nähe zum Truderinger Wald. Ein Ausläufer des Waldes soll in das Planungsgebiet hineinragen. Ebenfalls in Trudering – entlang der Wasserburger ­Landstraße – sollen zwei Wohnhöfe mit 150 Wohnungen samt Ladeneinheiten entstehen. Als bauliches ­Vorbild dient der nördlich an das Planungsgebiet ­angrenzende historische Obermaier-Hof. Den Lärm der umliegenden Straßen soll ein fünfgeschossiger ­Gebäudezug abfangen. Auch bei diesem Projekt sollen rund 30 Prozent der Wohnungen im geförderten Wohnungsbau errichtet werden.

1300 neue Wohnungen entstehen hier zwischen Trudering und Neuperlach.  

Lesen Sie auch: Schmid legt neuen Bericht vor: Alles wächst – auch die Mieten

Lochhausen

Südöstlich der Henschelstraße soll ein Wohnquartier mit mehr als 460 Wohnungen entstehen. Vorgesehen ist ein nachhaltiges Wohnprojekt mit großzügigen Freiflächen sowie sozialer Infrastruktur in Form von zwei Kindertagesstätten. Ein weiteres Stadtquartier wird im Bereich zwischen der Lochhausener- und der Hufschmiedstraße auf den Weg gebracht. Auf einer Fläche von 6,4 Hektar sollen rund 400 Wohnungen samt Kindertagesstätte entstehen. Geplant ist eine Mischung aus Geschosswohnungsbauten und verdichteten Reihenhäusern. Zur Erholung sollen mehrere Grünflächen dienen.

460 Wohnungen sollen hier in Lochhausen entstehen.

Allach

780 Wohnungen sollen auf dem 8,2 Hektar großen ehemaligen Diamalt-Gelände auf den Weg gebracht werden. Den Großteil der Anlage werden soziale Einrichtungen sowie großflächig angelegte Grün- und Freiflächen bilden. Noch ist das seit Jahren brachliegende Areal geprägt von den denkmalgeschützten und weithin sichtbaren Werksgebäuden der Diamalt AG, die hier bis 1994 ansässig war. Im Laufe der kommenden Jahre werden sich neben Kinderkrippen, Kinder­gärten und Hortgruppen auch einige begrünte Innenhöfe in das historische Ensemble einfügen.

780 Wohnungen entstehen auf dem ehemaligen Diamalt-Gelände.

Moosach

Auf dem ehemaligen Gaswerkgelände im ­Bereich des Georg-Brauchle-Rings soll südlich des neuen Busbetriebshofs ein „lebendiges Quartier für unterschiedliche Einkommensgruppen“ entstehen. Geplant sind 620 Wohnungen samt öffentlich zugänglicher Grünfläche östlich der Emmy-Noether-Straße. Zudem soll es auf dem westlichen Teil des Geländes eine integrierte Kindertagesstätte sowie eine Grundschule mit einem „Haus für Kinder“ geben. Die denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Lehrkolonie bleiben erhalten und werden in das Neubau­gebiet integriert. Basis des Bebauungsplans sind die erstplatzierten Entwürfe eines nicht­öffentlichen Realisierungswettbewerbs.

Auf dem ehemaligen Gaswerkgelände im Bereich des Georg-Brauchle-Rings wird das hier gebaut.

Bogenhausen

Hängende Gärten und rankende Sträucher: Im Arabellapark soll ein „grünes Hochhaus“ mit 55 Wohnungen entstehen. Geplant ist ein 16-geschossiger Gebäudekomplex mit Balkonen, Loggien und Dachgärten. Die ersten vier Geschosse sind für die gewerbliche Nutzung vorgesehen. Das Kernstück des Entwurfs bildet eine vertikal begrünte Terrasse. Die soll zur Verbesserung des Klimas innerhalb der Stadt beitragen – und wird von der Hochschule Weihenstephan sowohl während der Planungsphase als auch während der Realisierung für Forschungszwecke verwendet.

Dieser grüne Turm an der Arabellastraße wurde gerade beschlossen. 

„Minimalprojekt“ in Sendling-Westpark

Die GWG Städtische Wohnungsgesellschaft München erprobt derzeit an einem ­Modellprojekt die Möglichkeiten, Kosten im Wohnungsbau zu reduzieren. Gemeinsam mit Architekten, Energieplanern und Landschaftsarchitekten ist im Stadtteil Sendling-Westpark ein „Minimalprojekt“ entstanden: ein Gebäude, das alle technischen und strukturellen Richtlinien hinterfragt. Gestern wurde die Anlage von den künftigen Mietern eingeweiht. Die Kaltmiete der 80 Wohnungen beträgt im Schnitt 9 Euro pro Quadratmeter.

Das Minimalprojekt der GWG-

Lesen Sie auch zum Thema: Die Stadt will noch dichter bauen - das wäre die Folge  . Außerdem: Sozialwohnungen - Anträge bald auch online möglich

Sarah Brenner

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