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Ein Unfall an der Paul-Heyse-Straße/Landwehrstraße in München.

Die meisten Unfälle passieren donnerstags zwischen 17 und 18 Uhr

Alarmstunde Rot: Zu dieser Zeit kracht es in München am häufigsten

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Donnerstags zwischen 17 und 17.59 Uhr kommt es in München am häufigsten zu Verkehrsunfällen. Das geht aus dem Quartalsheft des Statistischen Amtes hervor.

München - Die Behörde hat die schwerwiegenden Verkehrsunfälle zwischen 2007 und 2017 analysiert. Demnach kracht es insgesamt donnerstags am meisten – Alarmstufe Rot!

Zu dieser Zeit kracht es in München am häufigsten.

Außerdem steht in dem Heft: Zwischen den Jahren 2007 und 2017 ist München mit dem Durchschnittswert 1,3 die Stadt mit den wenigsten Verkehrstoten je 100 000 Einwohner. Berlin kommt auf einen Wert von 1,4, Hamburg auf 1,7. Köln auf 2,3 und Frankfurt auf 2,6. Das Amt kann zudem Aussagen treffen über Alter und Geschlecht der Unfallverursacher sowie über die Verkehrsmittel. Ein Überblick:

Häufigkeit:

1036 Mal krachte es donnerstags zwischen 17 und 17.59 Uhr – trauriger Rekord. Die meisten Unfälle insgesamt passierten aber am Freitag: 11 638. Sonntags rummste es dagegen nur 6032 Mal – also die Hälfte! Am wenigsten geschieht montags bis freitags ab 0 Uhr. Morgens geschehen übrigens die meisten Unfälle dienstags ab 8 Uhr.

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Alter:

Fahranfänger zwischen 18 und 24 Jahren sind die häufigsten Unfallverursacher. Jedoch hat in dieser Altersklasse die Zahl von 755 auf 681 Unfälle pro 100 000 Einwohnern vom Jahr 2007 bis 2017 abgenommen. Den stärksten Anstieg in einer Altersgruppe gab es bei den 45- bis 54-Jährigen. Hier ist die Zahl der Unfälle um circa 40 Prozent von 447 auf 628 gestiegen. Hingegen kam es bei der Altersklasse der 35- bis 44-Jährigen zu immer geringeren Unfallzahlen. Diese sanken von 572 auf 452 Unfälle.

Geschlecht:

Laut Quartalsheft verschulden mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen die Unfälle. Im Jahr 2017 waren 3966 Unfallverursacher männlich (69,2 Prozent) und 1765 weiblich (30,8 Prozent).

Unfallursachen:

Am häufigsten ist es aufgrund „anderer Fehler beim Fahrzeugführer“ zu Unfällen gekommen. Diesen Ausdruck verwendet die Polizei, wenn menschliche Fehler vorliegen, der Grund aber teils unklar ist. Auf Platz zwei der häufigsten Unfallursachen landen Fehler beim Abbiegen, danach folgen „ungenügender Sicherheitsabstand“ sowie das „Nichtbeachten der Vorfahrt“. Die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss (Platz fünf) ist laut Statistischem Amt um 28,7 Prozent gesunken.

Art der Fahrzeuge:

Zwischen 2007 und 2017 kam es zu einer starken Abnahme der Unfälle mit Pkw-Beteiligung: Minus 11,1 Prozent von 5301 auf 4711 Unfälle. Die Zahl der Crashs unter Beteiligung mindestens eines Fahrrades ist im Untersuchungszeitraum von 2173 auf 2242 Unfälle pro Jahr hingegen gestiegen. Zur Einordnung: In München fahren immer mehr Menschen mit dem Rad, der Anteil der Drahtesel am Aufkommen der Verkehrsmittel (Modal Split) stieg zwischen 2008 und 2017 immerhin von 14 auf 18 Prozent.

S. Karowski

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