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Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften beim Amoklauf in München.

Bluttat vor drei Wochen

Amoklauf in München: Einsatzpanne am Tatabend?

München - Spezialeinheiten konnten offenbar am Abend des Amoklaufs nicht nach München geflogen werden - weil kein Hubschrauber zur Verfügung stand.

Gab es bei der Koordination des Einsatzes während des Amoklaufs am 22. Juli eine Panne? Nach Informationen des Spiegel konnten von der Bundespolizei angeforderte Spezialeinheiten nicht nach München geflogen werden, weil kein Hubschrauber zur Verfügung stand. Die Spezialeinheit Plus war nach den Anschlägen von Paris eigens für Terrorlagen ausgebildet worden. Laut dem Nachrichtenmagazin scheiterte der Transport daran, dass die Hubschrauber für die GSG 9 im Einsatz waren. Die war auch nach München geschickt worden und musste zunächst am Franz-Josef-Strauß-Flughafen landen, wo ein ehemaliger Lufthansa-Beschäftigter eine Vorgesetzte als Geisel genommen hatte. Der Bundespolizei fehlen Lufttransportkapazitäten, seit 2013 zwei Hubschrauber kollidiert und abgestürzt sind. Sie wurden entgegen der Bitte der Bundespolizei nicht ersetzt, wie der Spiegel berichtet.

Unterdessen ist bei der Frage, ob der mögliche Mitwisser der Amoktat am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) auf freiem Fuß bleibt, das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Staatsanwaltschaft München I hat abermals Beschwerde gegen die Entscheidung des Landgerichts eingelegt, gegen den Mitwisser keinen Haftbefehl zu erlassen. Nun soll das Oberlandesgericht das Gesuch der Staatsanwaltschaft prüfen. Der mögliche Mitwisser hatte den 18 Jahre alten Amokläufer Ali S., der am OEZ neun Menschen erschossen hatte, nach Angaben der Ermittler im vergangenen Sommer in einer Psychiatrie kennengelernt. Am Tattag haben sich die beiden im Bereich des Tatorts getroffen, womöglich wusste der 16-Jährige von der Waffe des 18-Jährigen und was sein Freund geplant hatte.  

Drei Wochen danach: Der furchtbare Amoklauf von oben

kv

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