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Alte Regelung wird ab jetzt durchgesetzt

Bürger kämpfen fürs Draußen-Sitzen in Cafés

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Die Stadt München hat ein Talent, das öffentliche Leben der Bewohner kaputt zu machen. Dieser Meinung ist eine neue Bürgerinitiative und kämpft für den Erhalt der Freischankflächen.

München - Diese sehen die Initiatoren durch die neuen Richtlinien der Stadt stark gefährdet. Die „Sondernutzungsverordnung für Freischankflächen“ regelt, wie viel Platz ein Fußgänger braucht, nämlich 1,60 Meter zwischen Sondernutzung und Gehsteigrand. Grenzt an den Geh- ein Radweg, müssen es 1,90 Meter sein. Schließt ein Parkbereich an, müssen es 2,30 Meter sein.

Schon seit 1. Mai 2014 gelten diese Vorschriften. Bisher gab es für bestehende Freischankflächen noch eine Kulanzregelgung. Seit heuer wird kontrolliert und nachgemessen. Laut Mitinitiator Florian Heindl mussten viele Wirte ihre Bestuhlung schon teilweise oder ganz entfernen. Darunter würden nicht nur die Wirte leiden, sondern auch die Passanten, die in der Sonne ihre Mittagspause genießen oder abends noch gemütlich draußen sitzen wollen – und damit das lebendige Straßenbild. „Vor allem trifft es wieder mal die kleinen Wirte“, sagt Heindl. An der breiten Leopoldstraße seien die Vorschriften kein Problem. Doch in den Nebenstraßen würde der Platz jetzt oft nicht mehr reichen für die Bestuhlung. „Viele Wirte befürchten, dass sie dichtmachen müssen, weil ihnen das Geschäft draußen entgeht“, so Heindl. Er und seine Mitstreiter sammeln nun Unterschriften und suchen weitere Unterstützer, um die Stadt zu bewegen, bestehende Freischankflächen zu erhalten und die Regelungen noch mal zu überdenken.

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