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Unverwüstlich: Tote-Hosen-Sänger Campino. Wie badelustig wird er wohl in München sein?

Campino & Band am Sonntag in München

Stadtwerke laden die Toten Hosen zum Nachtbaden ein

Nach der Show in Dresden verschaffte sich Tote-Hosen-Sänger Campino Zutritt zum örtlichen Freibad. Für eine eventuelle Abkühlung nach dem Konzert am Sonntag in München haben die Stadtwerke ein Angebot.

München - Sie können es schon noch wild: Am vergangenen Wochenende brachen die Toten Hosen nach einem Konzert in Dresden in ein Freibad ein. Wenn die Band am Sonntag in München spielt, freuen sich die hiesigen Stadtwerke trotzdem auf die Düsseldorfer Musiker. Allerdings sollten sie sich dieses Mal an die Öffnungszeiten halten.

So ein Punkrockkonzert kann wirklich anstrengend sein. Im besten Fall nämlich gibt die Band auf der Bühne alles, und das Publikum schmettert diese Energie mit voller Wucht zurück. Verständlich also, wenn die Beteiligten sich nach so einem Konzert Abkühlung wünschen.

Dass den Toten Hosen aus Düsseldorf die Dusche und der obligatorische Kasten Bier im Tourbus dazu bisweilen nicht ausreichen, bewiesen sie jüngst nach einem Auftritt in Dresden. Dort verschaffte sich Hosen-Sänger Campino (55) nämlich unbefugt Zutritt zum örtlichen Freibad und posierte dabei mitsamt weiblicher Begleitung für ein Foto, das die Band umgehend auf ihren offiziellen Kanälen verbreitete.

Was wie ein Schelmenstreich klingt, ist in Wirklichkeit „kein Kavaliersdelikt“, erklärt der Pressesprecher der Münchner Stadtwerke, Christian Miehling. Das sah die Betreibergesellschaft der Dresdner Freibäder, die Dresdner Bäder GmbH, wohl ähnlich und erstattete Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Dadurch wurde die Angelegenheit zur bundesweiten Schlagzeile. Die Rockband zeigte sich reumütig und schob ihr delinquentes Verhalten auf den nächtlichen Alkoholpegel. Künftig würden sie sich „bemühen, die Öffnungszeiten einzuhalten“, versprachen sie in einem Schreiben an die Freibadgesellschaft. Doch die Polizei ermittelt wohl trotzdem noch.

Toten Hosen beim Rockavaria-Festival

Am Sonntag spielen die Toten Hosen beim Rockavaria-Festival auf dem Königsplatz. Die Stadtwerke gehen allerdings nicht davon aus, dass Campino und Band versuchen, in eines der Münchner Bäder einzubrechen. Und das wäre auch gar nicht mal so eine gute Idee, denn die Wahrscheinlichkeit, bei einer solchen Aktion erwischt zu werden, sei hier in München besonders groß: „Die Mitarbeiter haben in der Regel Dienstwohnungen rund um die Bäder. Die merken schnell, wenn sich da wer herumtreibt“, warnt Miehling.

Eine Aufstockung des Sicherheitspersonals ist also nicht nötig, wenn die Hosen in die Stadt kommen. Stattdessen setzt Miehling auf eine freundliche Einladung für den Fall, dass Campino und Band auch am Sonntagabend Lust auf nächtlichen Badespaß haben sollten: „Unser schönes Dantebad hat jeden Tag bis 23 Uhr geöffnet.“

Zwar sieht Punkrock eigentlich anders aus, aber für Campino, der aktuell als Anwärter auf ein Bundesverdienstkreuz gehandelt wird, wäre es sicher gut, sich an Recht und Gesetz zu halten. 

Severin Heidrich

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