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Güterzug: Auch in Zürich werden nicht nur Menschen auf Gleisen transportiert.

Transporte mit der Straßenbahn

Packerl-Tram: Bekommt München eine bahnbrechende Neuerung?

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Kommt dieses Konzept auch für München in Frage? Die FDP will den Güterverkehr nach Züricher und Dresdner Vorbild mit speziellen „Cargo-Trambahnen“ abwickeln. Die Stadt könnte so entlastet werden.

Könnten auch in München Waren und Güter mittels Trambahnen auf Gleisen transportiert werden? Ja, glaubt die FDP. „Die Transport-Straßenbahn kann zur Versorgung und Entsorgung mit Gütern sowie für den Post- und Paketaustausch verwendet werden“, sagt Stadtrat Thomas Ranft. Die Verwaltung soll nun prüfen, ob sich ein Pilotprojekt realisieren lässt. Vergleichbares gibt es beispielsweise bereits in Zürich, Dresden und Amsterdam. In der sächsischen Landeshauptstadt bringt die Güter-Tram Material zum VW-Werk. Der Konzern finanziert die Züge daher mit.

Die Dresdner Bahn entstand zusammen mit den Plänen für die „Gläserne Manufaktur“, in der VW seit 2002 Autos produziert. Die Stadt hatte ein umweltverträgliches Logistikkonzept gefordert.

In München soll die Cargo-Tram die Straßen vom Lieferverkehr entlasten. Der nehme in der Innenstadt „laufend zu“, sagt Ranft. Das belegt auch die Statistik. Wie berichtet wächst die Zahl der Zulassungen für Kleintransporter in der Stadt immer weiter. „Perspektivisch wird aber dem Gütertransport per Straßenbahn für die Zukunft aus Umweltschutzgründen eine größere Rolle zugesprochen“, sagt Ranft. „Ursächlich hierfür sind Faktoren wie die Feinstaub-Problematik und die Innenstadtmaut für Lastkraftwagen.“ 

Das sagt die MVG zu den Plänen für eine Packerl-Tram

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zeigt sich aufgeschlossen. „Grundsätzlich ist das vorstellbar“, sagt Sprecher Matthias Korte. Die Umsetzung freilich sei komplex, verschiedene Faktoren seien zu berücksichtigen. „Wir werden schauen müssen, wie sich das in unserem Netz umsetzen lässt.“ Schließlich habe der Transport von Fahrgästen Vorrang. Und bei einem reinen Nachtbetrieb seien Beschwerden von Anwohnern zu erwarten. Eine Güter-Tram finanziere sich darüber hinaus nicht durch die Fahrgasteinnahmen. Zudem sei zu klären, wo Verlade- und Infrastruktur entstehen könnten. Korte: „Gerade in der Innenstadt sucht schließlich jeder ein Plätzchen.“

Auch in Frankfurt befördert die Tram nicht nur Passagiere: Der Online-Handel boomt und die Paketlieferanten verstopfen Straßen und Fußwege. Wie Städte das Verkehrschaos lindern könnten, testet die hessische Metropole mit einer Idee.

Sascha Karowski

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