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Corona in München: Grillparty findet jähes Ende - neue Zahlen veröffentlicht

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Seit mehr als zwei Wochen gelten in München strikte Ausgangsbeschränkungen. Die Polizei meldet immer wieder Verstöße.

  • Wie viele Menschen in München sind wirklich mit dem Coronavirus infiziert? Eine ab Sonntag (5. April) durchgeführte Studie soll Aufklärung bringen.
  • Noch bis zum 19. April gilt eine Ausgangsbeschränkung.
  • Immer wieder stellt die Polizei Regelverstöße fest.

+++Dieser News-Ticker ist abgelaufen. Wir informieren Sie über alle aktuellen Informationen rund um das Coronavirus in München hier in unserem neuen Ticker.

+++ Ein weiterer Corona-Einsatz fordert die Polizei München - in Allach sahen sich Beamte bei einer Festnahme von einer skandierenden Menge umzingelt.

+++ Auch spannend zum Thema: Der Münchner SPD-Politiker berichtet über einen Horror-Krankheitsverlauf am Beatmungsgerät nach einer Coronavirus-Infektion in München. Obwohl er erst 44 Jahre alt ist und keine Vorerkrankungen hatte. +++

Update vom 16. April: Ein Paar, ein Haushalt, Husten, Fieber, Geschmackssinnverlust - doch wie unterschiedlich KVB und Ärzte mit zwei Münchnern mit SARS-CoV-2-Symptomen umgegangen sind, ist verblüffend.

Update vom 15. April, 7.46 Uhr: Ein Infektiologe und Oberarzt am Klinikum rechts der Isar erklärt, welche Mittel im Kampf gegen Corona im Rennen sind und wie sie wirken.

Lesen Sie auch: Im Landkreis Traunstein hat die Polizei bei einer Corona-Kontrolle eine französische Familie aufgehalten. Die Überprüfung der Identität ergab Erstaunliches.

Update, 14.53 Uhr: In München* wurden am Dienstag, 14. April (Stand 13.30 Uhr), 102 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4.717 Infektionen gemeldet.

Empörung ruft aktuell ein Ekel-Video in den Sozialen Netzwerken hervor. Ein Mann bedient sich in einem Supermarkt an verschiedenen Produkten - und legt sie angefuttert zurück in die Regale - absoluter Corona-Irrsinn oder ist doch alles nur ein Scherz?

Lesen Sie auch: In Hohenschäftlarn bei München wird alle fünf Jahre ein Maibaum aufgestellt. In diesem Jahr geriet die Maibaumwache zum Brutherd für das Coronavirus.

München: User beschwert sich in Corona-Krise über vollen Englischen Garten - das Beweisfoto hält einen Twist bereit.

Coronavirus in München: Test-Chaos an der Theresienwiese

Update, 14. April, 11.40 Uhr: Test-Chaos an der Münchner Theresienwiese. Im dortigen Drive-In-Testzentrum soll es zu einer „unglaublichen Datenpanne“ bei Coronavirus-Tests gekommen sein, wie ein Leser berichtet.

Lesen Sie auch: „Es muss bald wieder weitergehen“, lautet die Forderung der Münchner Einzelhändler in der Corona-Krise - wie, darüber machen sie sich schon viele Gedanken.      

Coronavirus - Münchner Mediziner räumt mit falschen Gerüchten auf 

Update, 20.40 Uhr: Ein Münchner Mediziner hat mit falschen Gerüchten zum Thema Herdenimmunität * aufgeräumt.

„In ganz Deutschland werden wir derzeit maximal bei einer Durchseuchung von einem halben bis einem Prozent der Bevölkerung liegen“, sagte der Leiter des Münchner Tropeninstituts, Michael Hölscher, der Zeit.

Hölscher führt derzeit eine Studie mit 3000 Münchnern durch, die Aufklärung bringen soll, wie hoch die Dunkelziffer der Corona-Infektionen bereits ist.

Update, 18 Uhr: Mitten in der Corona-Krise sorgte am Ostermontag ein Großeinsatz der Münchner Polizei im Schlosspark Nymphenburg für Aufregung.  

Update, 14.47 Uhr: In München* wurden am heutigen Ostermontag, 13. April (Stand 13.30 Uhr), 156 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4.615 Infektionen gemeldet.

Coronavirus in München: Grillparty in Studentenwohnheim

Update vom 13. April, 11.30 Uhr: Im Zeitraum von Sonntag, 12.04.2020, 06:00 Uhr, bis Montag, 13.04.2020, 06:00 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München), um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. Knapp 5.900 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 317 Verstöße angezeigt, von denen alle ausschließlich die Ausgangsbeschränkung betrafen.

Am Sonntag, 12.04.2020, gegen 19.45 Uhr, ging bei der Münchner Einsatzzentrale ein Hinweis auf eine Grillparty mit 20 bis 30 Personen im Bereich eines Anwesens in München-Neuhausen ein. Die Polizeibeamten trafen vor Ort insgesamt 51 Personen an, die im Innenhof eines Studentenwohnheims eine Party feierten. Alle 51 Beteiligten, die größtenteils zwischen 20 und 30 Jahre alt waren, wurden wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Doch eine andere Grillparty in München war völlig legitim. Nachbarn hatten eine lustige Idee. Bei den aktuellen Temperaturen im April werden sich die Grillpartys jedoch nicht einstampfen lassen.

Die Corona-Krise in München schränkt trotz schönstem Wetter merklich ein. Da stellt sich auch die Frage: Darf in diesem Jahr überhaupt öffentlich gebadet werden - etwa in der Isar*?

Update vom 12. April, 15.01 Uhr: In München wurden am heutigen Ostersonntag, 12. April (Stand 13.30 Uhr), 107 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4.459 Infektionen gemeldet.

Coronavirus in München: Zahlreiche Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung - 70 Personen drängen sich vor Geschäft

Update von 11.03 Uhr: Von Samstag (11. April, sechs Uhr) bis Sonntag sechs Uhr führte die Polizei in und um München knapp über 6400 Kontrollen durch, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. 303 Verstöße wurden dabei angezeigt, 291 betrafen die Ausgangsbeschränkung.

Am Samstag bemerkte eine Polizeistreife zahlreiche Menschen im Bereich eines Lebensmittelgeschäftes in Berg am Laim. Sie warteten vor dem Geschäft und drängten hinein oder hielten sich nicht an den Mindestabstand. Wie die Polizei mitteilte, waren vor dem Geschäft rund 70 Personen. Im Laden selbst befanden sich nochmal knapp 110 Personen, „was unter den momentanen Bedingungen eine definitive Gefahrenlage für alle darstellte.“ Die Beamten nahmen Kontakt mit dem Geschäftsführer auf, der Laden wurde zunächst komplett geräumt. „Es wurde vereinbart, dass sich immer gleichzeitig höchstens 15 Personen im Laden aufhalten dürfen und das dortige Personal für die Einhaltung des Mindestabstandes im Bereich der Warteschlange verantwortlich ist. Der 22-jährige Geschäftsführer aus München wurde nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt“, hieß es weiter.

Coronavirus in München: 119 neue bestätigte Fälle

Update von 10.14 Uhr: 2020 fällt die EM wegen des Coronavirus aus. 2021 soll sie dafür stattfinden - doch ob München als Austragungsort infrage kommt, ist noch unsicher.

Update vom 12. April, 9.32 Uhr: In München gab es am Samstag, 11. April (Stand 13.30 Uhr) 119 neue bestätigte Coronavirus-Fälle. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4.352 Infektionen gemeldet.

Update vom 11. April, 11.50 Uhr: Arm, krank und einsam: Bedürftige Rentner sind in der Corona-Krise mehr denn je auf Unterstützung angewiesen. Ein Münchner Verein hilft effektiv und unbürokratisch.

Coronavirus in München: Polizei-Einsatz wegen Partylärm endet im Eklat

Update von 10.32 Uhr: Auch von Freitag- bis Samstagmorgen war die Polizei in der Landeshauptstadt massiv unterwegs, um die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen zu überprüfen. Rund 7.000 Kontrollen wurden nach Angaben der Polizei München bis Samstag 6.00 Uhr durchgeführt.  Dabei wurden 289 Verstöße angezeigt; 283 betrafen die Ausgangsbeschränkung

Am Samstag bemerkten Beamte kurz nach ein Uhr „Partylärm“ aus einer augenscheinlich geschlossenen Gaststätte im Westend. „Nach mehrmaligen Klopfen und lautem Ansprechen der Polizisten öffnete schließlich der 23-jährige Betreiber der Lokalität die Tür und ließ die Beamten ein. In der Gaststätte konnten dann noch sechs weitere Personen angetroffen werden, die sich dort aufhielten und Getränke konsumierten“, teilt die Polizei mit. 

Einer der Gäste, ein 38- Jähriger aus Leipzig, verhielt sich äußerst aggressiv gegenüber den Beamten und musste letztendlich gefesselt werden. Er leistete erheblichen Widerstand, verletzt wurde aber wohl niemand. Alle Beteiligten wurden wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. „Den 38-Jährigen erwartet zusätzlich ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“, wie die Polizei mitteilt.

Coronavirus trotz negativem Test: Münchner Arzt musste ins Koma versetzt werden

Update von 9.40 Uhr: Ein Münchner Arzt wurde negativ getestet - und hatte trotzdem eine Coronavirus-Infektion. „Eigentlich bin ich kerngesund und war überrascht, wie stark das Virus mich angegriffen hatte. Ich hätte daran sterben können“, so Stephan Hoeltz.

Update vom 11. April, 8.48 Uhr: Noch hält das Kultusministerium offiziell an der Linie fest, dass am 20. April alle Schulen wieder öffnen. Dass es wirklich so kommt – daran glaubt allerdings niemand mehr.

Das Coronavirus breitet sich auch in Bayern weiter aus. In München ist die Zahl der Infizierten deutlich gestiegen. Doch nicht wenige Münchner nutzen das schöne Wetter trotzdem für einen Ausflug in die Sonne.

Coronavirus: München meldet traurigen Rekord - Weitere Todesfälle bestätigt

Update vom 10. April, 15.01 Uhr: Die Stadt München* gibt die aktuellen Coronavirus-Zahlen für Karfreitag (10. April) bekannt. Demnach gibt es am Freitag 110 neue Coronavirus-Infektionen in München. Zehn weitere Personen sind an den Folgen der Infektion gestorben - so viele Tote gab es innerhalb eines Tages noch nie in der Landeshauptstadt.

Update vom 10. April, 12 Uhr: Im Zeitraum von Donnerstag, 09.04.2020, 06:00 Uhr, bis Freitag, 10.04.2020, 06:00 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München), um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen.

Knapp über 8.200 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 306 Verstöße angezeigt, von denen 298 die Ausgangsbeschränkung betrafen. 

Corona-Beschränkungen im Landkreis München: Floristin erhält erneute Anzeige

Bereits am Samstag, 28.03.2020 wurde ein Floristikladen in Unterhaching wegen des öffentlichen Straßenverkaufs von Blumenwaren angezeigt. Aufgrund entsprechender Hinweise aus der Bevölkerung wurde am Donnerstag, 09.04.2020 gegen 09.45 Uhr, erneut vor Ort eine polizeiliche Kontrolle durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass im Hinterhof des Anwesens weiterhin Blumenwaren verkauft wurden. 

Die betroffene Geschäftsführerin wurde daraufhin von den Polizisten eindringlich auf die bestehenden Regelungen hingewiesen und belehrt. Bei einer weiteren Kontrolle um kurz nach 11 Uhr wurde eine Kundenschlange im Hinterhof festgestellt. Das Verkaufsgeschäft lief also unvermittelt weiter. Eine erneute Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz war die Folge.

Coronavirus in München: „Wiederholungstat“ könnte richtig teuer werden

Laden- oder Restaurantbesitzern, die unerlaubterweise öffnen, droht eine Geldbuße von 5000 Euro. Wer als Gewerbetreibender in Wartebereiche mehr als zehn Personen einlässt, muss 1000 Euro zahlen. „Die Regelsätze gelten für einen vorsätzlichen Erstverstoß und sind bei Folgeverstößen bzw. mehrmaligen Verstößen jeweils zu verdoppeln“, heißt es im Bußgeldkatalog. Für die Floristin könnte es nun also richtig teuer werden.

Corona in München: Aktuelle Fallzahlen vom Donnerstag, 9. April

15.29 Uhr: In München wurden am heutigen Donnerstag, 9. April (Stand 13.30 Uhr), 120 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4.123 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind sowohl verstorbene als auch bereits genesene Personen.

Coronavirus in München: Polizeieinsatz wegen Ausgangsbeschränkungen

11.36 Uhr: Am gestrigen Mittwoch gegen 22.20 Uhr, kontrollierten zivile Beamte der Polizeiinspektion 47 (Milbertshofen) drei Personen, die sich in der Heidemannstraße in Freimann aufhielten. Es bestand der Verdacht, dass sie gegen die Regeln der aktuellen Verordnungen verstoßen würden. 

Einer aus der Gruppe, ein 15-Jähriger mit Wohnsitz in München, griff zwei Beamte unvermittelt an und verletzte sie im Gesicht. Danach flüchtete er. Die beiden Polizeibeamten und ein Sicherheitsmitarbeiter einer nahen Tankstelle liefen dem 15-Jährigen hinterher. Der warf einen Stein auf seine Verfolger, der den Sicherheitsmitarbeiter traf. Dieser wurde nach dem jetzigen Erkenntnisstand dabei nicht verletzt. 

Corona-Kontrolle in München: 15-Jähriger greift Polizisten an

Über zehn Streifen wurden bei der anschließenden Fahndung nach dem 15-Jährigen eingesetzt. Gegen 23.15 Uhr konnte der Jugendliche in der Nähe festgenommen werden. Er wurde wegen Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt. 

Nach der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung wurde der 15-Jährige an die Betreuer eines Jugendheimes, in dem er momentan untergebracht ist, übergeben. Die beiden Polizeibeamten, die er bei der Kontrolle angegriffen hatte, mussten danach in einem Krankenhaus behandelt werden. Sie sind momentan nicht dienstfähig.

Update vom 9. April, 9.30 Uhr: Bei strahlendem Sonnenschein zieht es viele Münchner in die Sonne. Nicht alle halten sich dabei an die derzeit geltenden Regeln, wie ein kurioses Foto belegt.

Familie reist extra von Augsburg nach München, um gegen Corona-Auflagen zu verstoßen - weitere Tote bestätigt

15.21 Uhr:  In München wurden am heutigen Mittwoch, 8. April (Stand 13.30 Uhr), 119 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4.003 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 1.577 Personen, die bereits geheilt sind, sowie 24 Todesfälle.

Am Mittwoch vergangener Woche (1.4.) waren es 227 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 2.926).

11.33 Uhr: Am gestrigen Dienstag war die Münchner Polizei gezwungen, zwei Grillpartys aufzulösen. Gegen 19.10 Uhr, hatten Zeugen gemeldet, dass in einem Garten einer Wohnung in der Bad-Ischler-Straße in Pasing eine Grillparty stattfinden würde, an der über zehn Personen teilnehmen würden. 

Drei Streifen machten sich nach Pasing auf und stellten in dem dortigen Garten mehrere Personen fest, die dort ein Fest feierten. Darunter war eine Familie aus Augsburg (die Eltern und mit ihren drei minderjährigen Kindern). Sie erhielten einen Platzverweis und wurden wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Auch in der Moosacher Amslerstraße kam es zu einer unerlaubten Zusammenkunft. Eine Streife der Polizeiinspektion 44 (Moosach) traf dort auf mehrere Personen, die dort grillten. Ein 31-Jähriger aus dem Landkreis Aichach-Friedberg gehörte nicht zum dortigen Haushalt. Er erhielt einen Platzverweis und wurde wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update vom 8. April, 7.56 Uhr: Wegen Corona-Quarantäne vom Gesundheitsamt: Das Personal der Pasinger Helios-Klinik klagt über „Sippenhaft“. Das Beispiel einer Pflegerin verdeutlicht die schwierige Situation.

Münchner Polizei twittert Klarstellung zu Corona-Regeln - Aufregung bis in den Landtag

20.01 Uhr: Die Münchner Polizei hat dieser Tage einen schweren Job. Sie muss die Ausgangbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kontrollieren - und dabei Dinge verbieten, die sonst zum normalen Alltag gehören. Das stößt nicht immer auf Verständnis

Ein Beitrag der Polizei auf Twitter hat jetzt für Aufregung gesorgt. Stein des Anstoßes war die Nachfrage eine Mutter. Sie erkundigte sich über den Kurznachrichtendienst, ob sie mit ihrem behinderten Sohn beim Spaziergang Ruhepausen auf einer Bank einlegen könne. Daraufhin entbrannte eine Diskussion, in deren Verlauf ein User fragte, ob er denn ein Buch auf einer Parkbank lesen dürfte. Diesem Ansinnen erteilte die Polizei eine klare Absage: „Nein, ein Buch auf einer Bank lesen ist nicht erlaubt.“

Der Fall schlug am Dienstag Wellen bis in den bayerischen Landtag. FDP-Fraktionschef Martin Hagen nahm den Ministerpräsidenten als Urheber der Regelung persönlich ins Visier. „Sorry, Markus Soeder , aber das ist weder zweckdienlich noch verhältnismäßig. Mehr Augenmaß bitte!“, forderte er. Dass die Sachlage durchaus komplex ist, zeigte sich in den Kommentaren unter Hagens Post: Während ein Kommentator die Lage sogar als „verfassungswidrig“ bezeichnete, wies ein anderer darauf hin, das Ziel der Maßnahmen immer noch sei, dass die Menschen zuhause blieben.

Aber auch anderweitig ließen sarkastische Reaktionen auf die Auskunft der Beamten ließen nicht lange auf sich warten: Der Autor Johann Voigt fragte etwa provokant: "Welches Buch würdet ihr illegal auf einer Bank lesen?" Eine andere Nutzerin stellte die Frage, ob die Regelung auch für das Lesen des Grundgesetzes gelte. "Darf man ein Buch in einer Bank lesen? Zum Beispiel Sparkasse oder Commerzbank", schrieb ein weiterer User.

Der FDP-Politiker Hagen forderte unterdessen in einem Interview mit dem Münchner Merkur* eine klare Exit-Strategie von Markus Söder.

19.51 Uhr: Wegen der strengen Ausgangsbeschränkungen in München in der Corona-Krise haben viele Restaurants und Wirtshäuser geschlossen. Wo gibt es Essen to go? Fünf Tipps für die Isarvorstadt und die Ludwigsvorstadt.

Dass auch der Mindestabstand von 1,5 Metern beim Joggen und Radfahren zu wenig sein könnte, zeigt jetzt eine Studie aus Belgien und den Niederlanden.

Coronavirus in München: Findet Oktoberfest statt? Virologe mit klaren Worten

19.06 Uhr: Die Stadt will sich mit der Entscheidung, ob das Oktoberfest 2020 stattfindet*, noch Zeit lassen. Ein bekannter Virologe hat jetzt deutliche Worte geäußert*.

14.52 Uhr: In der Landeshauptstadt München wurden am heutigen Dienstag 90 neue Coronavirus-Fälle bestätigt - mit Blick auf die vergangenen Tage eine vergleichsweise niedrige Zahl (siehe Kurve). Zweistellig war die Zahl der registrierten Neu-Infizierten zuletzt am 24. März gewesen (damals 65). Leider sind jedoch auch zwei neue Todesfälle (nun insgesamt 18) hinzugekommen.

14.17 Uhr: „Seine Füße sind ohne triftigen Grund draußen, man rufe die Polizei“: Das Foto eines Münchner Sonnenanbeters findet im Netz aktuell großen Anklang.

13.16 Uhr: „Wir sind noch lange nicht über den Berg“, hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder soeben auf einer Pressekonferenz erklärt. Besonders die Lage in Pflege- und Altenheimen sei dramatisch. Nach Ostern werde es nicht einfach so weitergehen, wie zuvor. „Wer zu früh lockert, zu schnell etwas riskiert, der könnte einen Rückfall verantworten“, so Söder. Allerdings brauche man auch Perspektiven. Ob und welche Geschäfte wieder geöffnet werden können, müsse dann diskutiert werden. Eine Maskenverpflichtung scheine dann „hochwahrscheinlich“.

Österreich habe Veranstaltungen bis in den Juni hinein abgesagt, Bayern sei dem Nachbarstaat ungefähr drei Wochen hinterher. Dies lasse erahnen, so Söder, wie lange Gastronomiebetriebe, Biergärten oder Diskotheken geschlossen bleiben könnten.

München: Picknick in der Sonne unterbrochen - Mann (53) zeigt Polizei gleich mehrfach, was er davon hält

11.33 Uhr: Am gestrigen Montag gegen 14.55 Uhr führten Polizeibeamte Kontrollen im Bereich des Königsplatzes durch. Dabei trafen sie auch mehrere Personen an, die längere Zeit auf Parkbänken saßen. Ein Paar, das ein Picknick veranstaltete, stach ins Auge. Die 46-jährige Frau war einsichtig und wollte den Königsplatz zusammen mit ihrem Begleiter verlassen, wie die Polizei München berichtet.

Der 53-jährige Münchner ging jedoch auf Konfrontationskurs und gab den Polizisten zu verstehen, dass er die Ausgangsbeschränkung so nicht akzeptieren würde. Auch auf das gute Zureden der Frau reagierte er nicht. Nachdem er einem Platzverweis nicht befolgen wollte, wurde er in polizeilichen Gewahrsam genommen. 

Der 53-Jährige wurde zur Polizeiinspektion 12 gebracht, nach erfolgter Anhörung allerdings wieder entlassen. Kurz darauf, gegen 17.15 Uhr, wurde er im Bereich der Alten Pinakothek erneut von Polizeibeamten gesichtet. Er lag oberkörperfrei in der Sonne und las ein Buch. Da er dem erfolgten Platzverweis erneut nicht nachkam, wurde er ein zweites Mal „einkassiert“. Durch die zuständige Richterin wurde ein Gewahrsam bis um 22.00 Uhr angeordnet. Anschließend wurde der Mann entlassen. Zwei Anzeigen wegen der Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz werden folgen.

10.16 Uhr: Zwischen Selbstoptimierung und Maßlosigkeit: die Münchner gehen unterschiedlich mit der derzeit geltenden Ausgangsbeschränkung um. Eine „kreative“ Lösung haben die Bewohner des Glockenbachviertels gefunden.

Corona in München: Polizei findet emotionale Worte für geplagte Bürger

Update vom 7. April, 7.41 Uhr: Eine Münchnerin berichtet von Corona-Anfeindungen, nur weil sie asiatische Wurzeln hat. Sie fühlt sich dadurch in ihrer Freiheit beraubt. 

Update, 21.21 Uhr: Inmitten der Corona-Krise hat sich eine Studentin in München eine besondere Aktion überlegt. Auf Facebook teilt sie ihr Wohnungs-Angebot für„Corona-Helden“*.

Update 19.52 Uhr: Auch für die Polizei ist dieser Tage vieles nicht so wie sonst. Konsequent müssen die Beamten im gesamten Stadtgebiet kontrollieren, ob die Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden. Die Münchner Polizei hat sich jetzt dazu geäußert: „Für uns alle ist es eine ungewohnte schwere Zeit, seinen lieb gewonnenen Lebensstil zurückzustellen, um gemeinsam als Gesellschaft davon zu profitieren.“ 

Darunter bedanken sich die Beamten für kleinere Botschaften der Dankbarkeit, die Menschen den Polizisten in dieser schwierigen Zeit hinterlassen. Zu sehen ist etwa ein Zettel mit der Aufschrift „Danke“ auf der Windschutzscheibe eines Autos.

Update, 18.45 Uhr: München ist mittlerweile Spitzenreiter, was die Verstöße gegen die Corona-Ausgangsbeschränkungen angeht. Diese werden von der Polizei in der bayerischen Landeshauptstadt streng kontrolliert - teils in Gruppen. Sind Polizisten deswegen Coronavirus-Superspreader *? Eine Spurensuche.

Coronavirus in München: LMU München mit Aufruf an mögliche Blutspender

Update, 16.29: Zur Behandlung schwer erkrankter Corona-Patienten setzen Ärzte an mehreren Unikliniken in Bayern auch auf Blutplasma bereits genesener Menschen. Nun veröffentlichte auch das LMU Klinikum München einen Aufruf an mögliche Spender.

Nach einer Infektion bilde der Körper Abwehrstoffe gegen den Erreger, heißt es auf der Internetseite des Klinikums. Diese Antikörper könnten lebensbedrohlich erkrankten Patienten helfen. Bei anderen Infektionskrankheiten habe man hiermit gute Erfahrungen gemacht, sagte ein Sprecher des Klinikums am Montag. Auch in der Corona-Pandemie gebe es Anzeichen, dass ein solcher Therapieansatz erfolgversprechend sein könnte.

Update, 15.49 Uhr: Für die am Freitag von Markus Söder angekündigte Studie zur Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung sind am Montag in München die ersten Forscher-Teams zu Blutabnahmen bei freiwilligen Teilnehmern gestartet. Zunächst seien zwei Teams unterwegs, die drei bis fünf Haushalte pro Tag besuchen, sagte Michael Hölscher, Leiter der Abteilung Infektions- und Tropenmedizin am LMU Klinikum München, am Montag. „Im Laufe der Woche werden wir die Zahl auf zehn Teams steigern, in der nächsten Woche werden wir 20 Teams haben.“

Neue Corona-Zahlen über Infizierte und Todesfälle für München am Montag (6. April)

Update, 14.55 Uhr: In München wurden am heutigen Montag 152 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 3.794 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 1.240 Personen, die bereits geheilt sind, sowie 16 Todesfälle. Damit gab es seit gestern zwei neue Todesfälle.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Die Kurve steigt weniger stark an wie noch vor einer Woche. Am Montag vergangener Woche (30.3.) waren es 245 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 2.501).

Update, 13.29 Uhr: Das Filmfest München fällt dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Es sei derzeit nicht möglich, ein Festival zu planen, das essenziell auf die Begegnung von Filmschaffenden aus aller Welt angewiesen sei, teilten die Organisatoren in München mit. 

Filmfestleiterin Diana Iljine sprach von einer schweren Entscheidung. „Mein Team und ich haben schon mit viel Liebe und Herzblut an der Edition 2020 gearbeitet und zahlreiche Teilprojekte schon weit vorangetrieben.“ Aber die Sicherheit der Gäste, Besucher und der Beschäftigten habe oberste Priorität.

Eine Verschiebung in den Herbst war im Gespräch, wurde aber dann doch verworfen. Auch ein Online-Filmfest kam nicht infrage, unter anderem wegen der Filmrechte und wegen der Kosten. „Wir sind ein Festival der realen Begegnungen für die Branche und das Publikum“, stellte Iljine klar.

Das Filmfest München hätte in diesem Jahr vom 25. Juni bis zum 5. Juli stattgefunden. Vergangenes Jahr waren rund 180 Filme aus aller Welt zu sehen. Stargäste waren unter anderem die Schauspieler Antonio Banderas und Ralph Fiennes.

Corona in München: ADAC mit Prognose zu Verkehr am Osterwochenede

Update, 13.02 Uhr: Trotz der Ausgangsbeschränkungen* zur Eindämmung des Coronavirus erwartet der ADAC zum Osterwochenende einigen Verkehr. Auf den Autobahnen rechne man allerdings mit weniger Stau, teilte der Verband in München mit. Normalerweise gilt gerade Gründonnerstag wegen der Urlauber und der vielen zu ihren Familien Reisenden als einer der staureichsten Tage im Jahr.

Am Gründonnerstag seien voraussichtlich auch in diesem Jahr zumindest viele Pendler auf dem Weg nach Hause, so der ADAC weiter. Am Ostermontag würden viele wieder zurückkehren.  

Corona in München: BWM verlängert Produktionsstopp bis Ende April

Update, 12.18 Uhr:  BMW hat den Produktionsstopp in seinen Werken bis Ende April verlängert. Das gilt für Europa und Nordamerika. Wegen der Corona-Pandemie sei „mit einem weiteren Rückgang der Nachfrage auf den weltweiten Automobilmärkten“ zu rechnen, teilte BMW in München mit. Weil die Autohäuser geschlossen seien, „wird es noch länger dauern, bis die Märkte sich wieder erholen“.

Corona in München: Zahlreiche Polizei-Kontrollen am Wochenende - 272 Verstöße wegen Ausgangsbeschränkungen

Update, 11.49 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, kam es in der Zeit von Sonntagmorgen (6 Uhr) bis Montagmorgen (6 Uhr) in der Landeshauptstadt sowie im Landkreis München zu zahlreichen Kontrollen und Einsätzen. Insgesamt wurden über 10.000 Kontrollen durchgeführt. 

Dabei wurden 277 Verstöße angezeigt - 272 davon betrafen die Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung des Coronavirus. Laut der Polizei München waren ab Sonntagnachmittag (5. April) vermehrt Menschen im Freien unterwegs. Das führte dazu, dass auch vermehrt Anrufe zu diesem Thema beim Notruf eingingen. 

Auch Polizisten auf Streife stellten eine „erhebliche Anzahl an Verstößen“ fest, heißt es weiter. Grund für die zahlreichen Verstöße war wohl „der Sonntag als arbeitsfreier Tag und die sonnige und milde Witterung“. 

Wie die Polizei außerdem bekannt gab, ging es bei den Kontrollen nicht in erster Linie darum, Personalien aufzunehmen. Hauptsächlich sei es darum gegangen, die Gefahr einer Ansteckung zu beseitigen. Daher seien trotz der hohen Anzahl nur 277 Verstöße angezeigt worden.

Corona in München: Neunjähriger bewegt Nachbarschaft mit rührender Aktion

Update, 11.32 Uhr: Die Corona-Krise und die damit einhergehenden Einschränkungen belasten die Menschen in München. Doch viele sorgen mit und kreativen und rührenden Aktionen für Hoffnung - wie etwa der neunjährige Lukas aus Schwabing.

Corona in München: Polizei mit deutlichen Worten: „Wir wissen, dass die Sonne lockt...“

Update, 6. April, 9.28 Uhr: Am Wochenende genossen viele Münchner das gute Wetter - und tummelten sich in den Grünanlagen der bayerischen Landeshauptstadt. Obwohl Spazierengehen oder frische Luft schnappen trotz der Ausgangsbeschränkungen* zur Eindämmung des Coronavirus erlaubt ist, hatte es die Polizei München auch mit mehr als 370 Verstößen zu tun (siehe unten). 

Auf Twitter machte die Polizei nun noch einmal deutlich, was trotz Corona erlaubt ist - und was nicht. „Wir wissen, dass die Sonne lockt“, heißt es in dem Posting. Dennoch müsse man daraufhin weisen, dass „längere Aufenthalte im Freien ohne Bewegung, z.B. Sonnen Picknicken Grillen“ nicht erlaubt seien. Aktuell gebe es diesbezüglich viele Einsätze, so die Polizei weiter. 

Auch der heutige Montag (6. April) startet mit viel Sonnenschein - die ganze Woche über soll es schönstes Frühlingswetter geben. Insofern tut die Polizei wohl gut daran, noch einmal auf die bestehenden Regelungen aufmerksam zu machen. 

Corona in München: Menschen tummeln sich in der Sonne

Update vom 5. April, 22.00 Uhr: In München wurden am Sonntag (5.April) 193 neue Coronavirus-Fälle registriert, wie die Stadt München bekannt gab (Stand 13.30 Uhr). Somit gibt es in der bayerischen Landeshauptstadt insgesamt 3.542 registrierte Fälle. Davon sind 1.103 Personen bereits geheilt. Auch die 14 Todesfälle in München sind in dieser Zahl enthalten.

Update vom 5. April, 17.30 Uhr: Ein sonniges Wochenende geht in München zu Ende. Laut Polizei haben die meisten Münchner trotz gutem Wetter die Abstands- und Ausgangsvorgaben eingehalten - es gab aber auch Ausnahmen: Die Polizei in München registrierte nach eigenen Angaben zwischen Samstag- und Sonntagmorgen bei gut 9000 Kontrollen etwas mehr als 370 Verstöße

Die Polizei weist darauf hin, dass während der Ausgangsbeschränkung ein längeres Verweilen ohne Bewegung ein Verstoß gegen die Regelung ist. Trotzdem tummelten sich viele Menschen - wie wie hier im Olympiapark - auf vielen Münchner Grünflächen sowie an Fluss- und Seeufern:

Ein Polizeibus fährt im Olympiapark bei schönstem Sonnenschein durch eine Grünfläche.

Corona in München: Schlimme Szenen für Bier-Liebhaber

Update vom 5. April, 16.04 Uhr: Für alle Bierliebhaber boten sich in München am Sonntag schlimme Szenen: Tausende Liter Bier mussten weggeschüttet werden. 

Wegen des Coronavirus haben Gastronmie-Betriebe geschlossen und können kein Bier mehr ausschenken. Deshalb musste laut Bild die Paulaner Brauerei Gruppe, zu der auch Hacker-Pschorr gehört, in mehreren gastronomischen Betrieben  das übriggebliebene Bier in Tank-LkWs abpumpen. Betroffen waren unter anderem das „Donisl“ und der „Braunauer Hof“. Anschließend wird das Bier auf dem Brauereigelände in Langwied fachgerecht entsorgt 

„Die Betriebe sind geschlossen, das Bier lagerte in Tanks und kann nicht mehr verwendet werden. In den Tanks konnte es auch nicht bleiben, denn wenn es nicht gekühlt wird, beginnt es zu gären“, erklärte Paulaner-Sprecherin Birgit Zacher gegenüber Bild. 

In der Corona-Krise sollen immer mehr Menschen getestet werden. Doch es häufen sich Berichte zum Chaos wegen der Corona-Tests - zumindest in München.

Corona in München: Polizei meldet deutlichen Anstieg von Verstößen - Unschöne Entdeckung in Innenhof

Update vom 5. April, 11.04 Uhr: Geht den Münchnern schon das Durchhaltevermögen in Sachen Abstandhalten aus? Von Samstag- auf Sonntagmorgen, 6 Uhr, musste die Münchner Polizei nach eigenen Angaben zu einer Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. Über 9.100 Kontrollen wurden laut Pressemeldung in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 393 Verstöße angezeigt, von denen 374 die Ausgangsbeschränkung betrafen. 

Die Polizei berichtet etwa von einem Einsatz am Samstagabend kurz vor Mitternacht. Zeugen alarmierten den Notruf wegen einer Party in der Winzererstraße in der Maxvorstadt. Dort trafen die Beamten auf mehrere Personen im Innenhof und in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses, „die dort nicht alle wohnten“. Drei Betroffene (zwischen 23 und 27 Jahre alt, alle mit Wohnsitz in München) wurden wegen Verstößen nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt, heißt es im Pressebericht. Wenig später wurde die Polizei wegen einer Party in einer Wohnung in der Boschetsrieder Straße in Obersendling alarmiert. Dort trafen die Einsatzkräfte auf drei männliche Personen (26 bis 27 Jahre alt), von denen zwei andere Wohnsitze in München hatten. Auch sie wurden wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Coronavirus in München: Anstieg an Verstößen am Samstag

Im Gegensatz zur Vorwoche musste auch die Bundespolizei in München am Samstag einen deutlichen Anstieg von Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz an Bahnhöfen feststellen. Laut Pressemeldung von Sonntag, mussten bei zahlreichen Kontrollen in Münchner Bahnhöfen und Haltestellen die Kontrollierten nach dem Grund ihres Aufenthaltes gefragt werden. In fünf Fällen am Ostbahnhof und dreimal am Hauptbahnhof reichten mündliche Ermahnungen nicht mehr aus, so die Polizei. Acht Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz wurden demnach beim zuständigen Kreisverwaltungsreferat der Landeshauptstadt München angezeigt. In einigen Fällen sei der Abstand von Personen zueinander nicht eingehalten worden, in anderen habe es Verstöße gegen die bayerischen Ausgangsbeschränkungen gegeben, so die Polizei.

Unterdessen droht einigen Brauereien im Land der finanzielle Ruin. In Zeiten von Corona geht die Bier-Ansgt um.

Passantin entdeckt Corona-Botschaft, die trotzige Münchner aufwecken soll: „Diese Schaufenster sind zurzeit ...“

Update, 20.19 Uhr: „Es gibt nichts zu schauen“ und „bleiben Sie gesund“: Die Botschaften, die Passanten aktuell lesen können, wenn Sie am Kaufring München vorbeispazieren, sind mehr als eindeutig. „Diese Schaufenster sind zurzeit unwichtig“, heißt es auf einer Zettel-Botschaft des Warenhauses weiter. Auch der Instagram-Account notesofcorona hat die wichtige Hinweise in einem Posting aufgegriffen. Eine Userin war zuvor auf die Aktion aufmerksam geworden und hatte einen entsprechenden Schnappschuss eingesendet.

Was der Kaufring-Belegschaft in den nächsten Tagen in Bezug auf die derzeit geltende Ausgangsbeschränkung besonders wichtig ist: „Bleiben Sie daheim. So helfen wir uns alle gegenseitig“.

Update, 14.49 Uhr: Die Landeshauptstadt München hat über die aktuellen Zahlen der Coronavirus-Infizierten informiert. Demnach wurden in München am heutigen Samstag, 4. April (Stand 13.30 Uhr), 145 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 3.449 Infektionen gemeldet. 

In dieser Zahl enthalten sind 929 Personen, die bereits geheilt sind, sowie zwölf Todesfälle. Am Samstag vergangener Woche (28.3.) waren es 235 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 2.080).

Coronavirus in München: Landeshauptstadt bundesweit mit traurigem Spitzenplatz

Update, 12.49 Uhr: Für die kommenden Tage sagen Metereologen schönstes Frühlingswetter voraus - umso schwerer dürfte es allen fallen, auf Ausflüge und Aktivitäten im Freien zu verzichten. Die Polizei verstärkt daher - besonders über Ostern - die Kontrollen. Trotzdem gibt es viele, die sich nicht an die neuen Regeln halten. Wie Focus Online berichtet, nimmt die Landeshauptstadt München in dieser Hinsicht einen traurigen Spitzenplatz ein. Das Portal stellt einen Vergleich zwischen den größten Städten in Deutschland auf (Berlin, Hamburg und München) und vergleicht, wo wie viele Verstoße während der Ausgangsbeschränkungen gemeldet werden.

Demnach seien es in Berlin 1.360 Verstöße, Hamburg liege demnach bei 1.800. In München wurden dagegen seit den Beschränkungen 2.332 Strafanzeigen gezählt. In die Statistik fließen sowohl Straftaten als auch Ordnungswidrigkeiten ein. Alle Infos im Überblick: Was ist in Zeiten von Corona in München und den Ausgangsbeschränkungen verboten und was erlaubt?

Coronavirus in München: Findet die Wiesn heuer statt? CSU-Politiker mit klarer Forderung an Stadt München

Update, 10.50 Uhr: Findet die Wiesn 2020 statt oder fällt das größte Volksfest der Welt heuer wegen des Coronavirus aus*? Stephan Pilsinger, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages, hat sich jetzt in einem Interview mit der Abendzeitung sehr deutlich dazu geäußert. „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Stadt München sobald wie möglich reinen Tisch machen muss,“ so der Politiker. Sollte eine Absage zu spät erfolgen, würden deutlich mehr Kosten entstehen, so Pilsinger. „Als Arzt halte ich es aus medizinischer Sicht für höchst kritisch, wenn die Wiesn dieses Jahr stattfindet. Nach dem, was wir heute wissen, wird das Virus nicht von heute auf morgen verschwinden. Im Gegenteil. Die Virologen gehen davon aus, dass die Ausbreitung in Wellen stattfinden wird,“ so der CSU-Politiker. 

Demnach rechnet Pilsinger mit einer zweiten Infektionswelle im Herbst - also genau dann, wenn das Oktoberfest 2020 stattfinden würde.

Coronavirus in München: Fake-News verbreitet - Klinik reagiert deutlich

Update vom 4. April, 9.01 Uhr: Während der Corona-Krise verbreiten sich über das Internet häufig sogenannte „Fake-News“, also Falschmeldungen. So auch geschehen in München. Ein Video, das vor dem Klinikum Rechts der Isar gefilmt wurde, wird aktuell über verschiedene Messaging-Dienste verbreitet, darunter Telegram, berichtet der Bayerische Rundfunk. Demnach habe eine Frau ein Video auf dem Kurznachrichtendienst Telegram verbreitet, auf dem sie vor der Klinik darüber spreche, dass in der Klinik „alles ruhigt“ und „alles entspannt“ sei, wie BR24 berichtet. 

Auf dem Kurzfilm zeige sich die Frau nachts vor dem Klinikum und berichtet davon, dass sie mit zwei Krankenschwestern gesprochen hätte, die ihr diesen Eindruck bestätigt hatten. Zudem spreche die Frau einen weiteren Mitarbeiter des Klinikums an. Auch er gebe an, dass das Klinikum nicht überlastet sei. Es scheint, als nutze die Frau dies dann als Beweis, dass die Pandemie als angebliche „Panikmache“ benutzt werde, so BR24 weiter. 

Das Video ist dem Klinikum bekannt, es handle sich um eine Falschinformation. Die Corona-Pandemie werde durchaus wahrgenommen, zitiert BR24 eine Sprecherin. Zudem habe man bereits vor Wochen Vorbereitungen getroffen, um mögliche Patienten zu versorgen. Und: Chaos herrsche nicht.

Das Klinikum reagierte auf Facebook auf das Video und bezieht klar Stellung auf die allgemeine Verbreitung von Falschmeldungen: „Manche Menschen verbreiten einen unglaublichen Schmarrn“, so die Klinik in einem Statement vom 1. April. 

Coronavirus in München: Drive-In für Münchner Einsatzkräfte

Update, 22.02 Uhr: Zahlreiche Einsatzkräfte sind in der Corona-Krise nahezu rund um die Uhr im Einsatz. Die Baywa-Stiftung an der Arabellastraße 4 hat deshalb einen Drive-In, an dem sie kostenlose Mahlzeiten an Münchner Einsatzkräfte verteilt. Von Montag bis Sonntag, sieben bis 19 Uhr, können sich die Einsatzkräfte eine warme Mahlzeit, Getränke und Snacks holen, wie Mit Vergnügen München auf Instagram postete.

Coronavirus in München: MVG teilt „herzigen“ Schnappschuss auf Facebook

Update, 19.13 Uhr: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) teilte auf Facebook einen Schnappschuss vom Effnerplatz. Darauf zu sehen: Eine Tram vor einem Münchner Hotel mit ganz besonderer Beleuchtung. Die Lichter des Hotels leuchten in Herzform und laut MVG „für alle Menschen, die in der kritischen Infrastruktur unverzichtbar sind“. Eine „tolle Geste in diesen schwierigen Zeiten“, schreibt ein Facebook-Nutzer unter dem Post.

Coronavirus in München: Zahl der Infizierten steigt weiter an

Update, 15.15 Uhr: Die Stadt München hat auch heute die aktuellen Zahlen der Neu-Infizierten Personen mit dem Coronavirus in München veröffentlicht. Demnach wurden am heutigen Freitag, 3. April (Stand 13.30 Uhr), 205 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 3.304 Infektionen gemeldet.

Coronavirus in München: Klinik will Hotelkosten für Freiwillige übernehmen

Update, 13.36 Uhr: Damit sich genügend zusätzliche Pflegekräfte zur Versorgung von Corona-Patienten melden, will die München Klinik Hotelkosten für die Freiwilligen übernehmen. Für die Krankenhäuser suche man weiterhin Pflegekräfte und habe dafür kostenfreie Hotelkontingente für Menschen, die nicht in München wohnten, eingerichtet, so das Klinikunternehmen.

In München fehlen weiterhin Pflegekräfte zur Versorgung der steigenden Zahl an Coronavirus*-Patienten. Nach aktuellen Berechnungen erwartet die München Klinik den Höhepunkt der Patientenzahlen und damit auch der Intensivpatienten voraussichtlich Anfang Mai. „Dafür erhöhen wir unsere Intensivkapazitäten weiter, und dafür brauchen wir auch noch mehr Pflegekräfte“, so Klinik-Chef Axel Fischer. Man versuche Menschen zu gewinnen, die zum Beispiel früher bereits in der Pflege gearbeitet haben und in der aktuellen Situation helfen möchten. 

Wie viele Münchner sind wirklich infiziert? Großer Corona-Versuch startet am Sonntag

München - Viele Infizierte spürten nichts von ihrer Infektion, sagte Professor Michael Hoelscher, Leiter der Abteilung Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum der Universität München, am Freitag in München

Daher sei davon auszugehen, dass es inzwischen eine erhebliche Dunkelziffer an Infektionen gebe - Schätzungen gingen von zwischen eins und zehn Prozent der Bevölkerung aus.

Wo kann man sich in München einem Corona-Test unterziehen? Wie funktioniert die Untersuchung auf das Virus SARS-CoV-2 und wie lange dauert sie? Hier gibt‘s die Antworten.

Coronavirus in München: Wie viele Menschen sind wirklich infiziert? Großer Versuch startet am Sonntag

Mit der Studie, die unter dem Namen „Kohorte-Covid-19“ läuft, könne herausgefunden werden, wie sich das Virus tatsächlich in der Gesellschaft ausgebreitet habe. Hoelscher bat alle Münchner um ihre Unterstützung. Die Forscher würden bei den Proben von der Polizei begleitet, so sei klar erkennbar, dass es sich nicht um Betrüger handle. 

Pro Probe müssten nur drei Milliliter Blut abgegeben werden. Das Blut werde dann auf Antikörper getestet. Hoelscher betonte, er gehe davon aus, dass die Ergebnisse der Studie auf die Erforschung der Krankheit in ganz Deutschland nutzbar seien.

dpa

Von seinem Fenster aus hat ein Mann in München eine rätselhafte Zusammenkunft verfolgt. Ob so etwas zu Corona-Zeiten „im Sinne des Erfinders“ ist?

Ein Video zeigt beunruhigende Szenen: Pfeifen Münchner auf Corona-Regeln? Ein Passant verwundert sich über die Polizei.

*tz.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Peter Kneffel

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