„Vermehrt Abhebungen“

Münchner hamstern Nudeln und Klopapier - jetzt auch noch Bargeld? Sparkasse hat eindringlichem Appell

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Erst Klopapier und Nudeln - nun das. Werden nun auch Münzen und Scheine knapp? Die Stadtsparkasse richtet einen deutlichen Appell an ihre Kunden, da zuletzt vermehrt Bargeld abgehoben wurde. 

  • Die Corona-Krise* stellt auch die Wirtschaft vor eine große Herausforderung
  • In München wurden in der vergangenen Tagen erhebliche Bargeld-Abhebungen registriert
  • Die Stadtsparkasse richtet daher einen deutlichen Appell an die Bürger 

München - Das Leben in München bestimmt derzeit die Coronavirus-Krise. Es liegt schon eine kuriose Analyse zu Hamsterkäufen* vor. Jetzt richtet sich die Stadtsparkasse München an die Bürger den eindringlichen Appell, Bargeld nicht zu hamstern: „Es ist genügend Geld im Umlauf“, betont der Vorstandsvorsitzende Ralf Fleischer. Er beobachtet vermehrt Bargeld-Abhebungen in den vergangenen Tagen. „Die Sorge der Bürger, in der kommenden Zeit nicht mehr ausreichend Bargeld zur Verfügung zu haben, scheint zuzunehmen“, sagt der Münchner Sparkassenchef. 

Auch ist das Bargeld, das in Umlauf kommt, kein Überträger des Coronavirus, das habe ihm die Deutsche Bundesbank bestätigt. Aufgrund der Corona-Pandemie* würden in München jedoch immer mehr Karte oder Smartphone als Zahlungsmittel eingesetzt.

Lesen Sie auch: Das Coronavirus hat überall Einfluss, nicht nur bei der Gesundheit. Viele Menschen tätigen jetzt Coronavirus-Hamsterkäufe. Im Internet wird vor allem Klopapier danach oft überteuert angeboten. Ein Edeka-Chef greift jetzt hart dagegen durch - mit Vor- und Nachteilen.

Corona-Krise: Bargeld hamstern? Stadtsparkasse mit eindringlichem Appell

Unabhängig von Corona zeichne sich in Deutschland der Trend ab, dass vermehrt bargeldlos gezahlt wird, „wenngleich wir noch nicht so eine hohe Quote erreichen wie in den skandinavischen Ländern“. In Dänemark etwa werde heute schon zu 80 Prozent mit Karte oder Smartphone bezahlt. Hierzulande komme bislang das Bargeld bei knapp 50 Prozent der Einkäufe zum Einsatz.

Auch wenn die Stadtsparkasse München 48 ihrer 58 Filialen weiterhin geöffnet lässt, ist ein Gang zur Sparkasse nur in den wenigsten Fällen nötig. Fleischer sagt: „Ältere Menschen, die über kein Internet verfügen, können alle Bankgeschäfte über die telefonische Hotline 089/2 16 70 abwickeln, sobald sie sich dafür freischalten lassen.“ 

Corona-Krise: Stadtsparkasse mit Notfallplan

Die Stadtsparkasse hat einen Notfallplan erarbeitet. Dabei komme ihr zugute, dass sie im vergangenen Jahr alle Mitarbeiter mit einem Tablet-Computer ausgestattet habe, sagt Fleischer. „So ist sichergestellt, dass der Geschäftsbetrieb selbst im schlimmsten Fall weiter laufen kann.“

Erste Anfragen bezüglich finanzieller Unterstützung seien schon da, berichtet der Geschäftsführer. Mit Vertretern von Hotels, Gastronomie sowie Messebaubetrieben habe man sich schon frühzeitig wegen der Corona-Pandemie getroffen. „In diesen Fällen suchen wir bereits nach schnellen finanziellen Lösungen.“ 

Die Stadtsparkasse richtet einen deutlichen Appell an ihre Kunden, da zuletzt vermehrt Bargeld abgehoben wurde. 

Stephanie Ebner

Die Angst vor dem Coronavirus ist allgegenwärtig. Doch jeder kann für seine Sicherheit ganz einfach etwas tun. Ein Münchner Arzt verrät, wo das Virus lauert.
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Die Corona-Krise bringt viele schlimme Nachrichten hervor. Aber auch skurrile Begebenheiten. Ein Aushang aus Berlin sorgt für Schmunzeln.

Was tun, wenn andere nicht Abstand halten? Ein witziges Video zeigt, wie man als vorsichtiger Bürger sicher durch den Corona-Alltag kommt. Tjostierlanze und Stinktier-Extrakt inklusive.

Rubriklistenbild: © Oliver Bodmer

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