Mehr als ein Dutzend Kitas in München müssen wegen Corona-Infektionen wieder schließen (Symbolbild)
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Mehr als ein Dutzend Kitas in München müssen wegen Corona-Infektionen wieder schließen (Symbolbild)

Ausgerechnet zum Neustart

Corona-Frust in München: „Eltern maximal genervt“ - Immer mehr Kitas schließen

In München nehmen die Coronavirus-Infektionsfälle in Kitas zu - und die Einrichtungen machen wieder dicht. Die Eltern sind besorgt.

  • In München* müssen immer mehr Kitas wegen Corona-Infektionsfällen schließen.
  • In den Wochen der Notbetreuung dagegen kam es nur zu vereinzelten Schließungen.
  • Das Thema ist für alle Beteiligten schwierig, niemand will jemanden verunsichern.

München - Nachdem wegen Corona* das Betreuungsangebot in den Kitas über Monate auf ein Minimum reduziert wurde, hat am Montag der sogenannte eingeschränkte Regelbetrieb begonnen. Doch es zeigt sich: Das Virus sorgt bei den Kleinsten für einigen Ärger. Die Buben und Mädchen müssen getestet und zu Hause bleiben. Grund: Verdachts- oder Infektionsfälle in den Einrichtungen. Die Eltern sind entsprechend besorgt.

Coronavirus-Fälle in Kitas München: „Wir beobachten eine Zunahme“

„In den Wochen der Notbetreuung in den Kitas kam es lediglich zu vereinzelten Schließungen“, heißt es von Seiten des Gesundheitsreferats. Das habe sich seit Mitte Juni mit der Ausweitung der Betreuung aber geändert. „Wir beobachten eine Zunahme. Vor allem in den vergangenen sieben Tagen gab es einen deutlichen Anstieg an Schließungen.“ Allein bis Donnerstag (2. Juli) waren 13 Kitas betroffen. Darunter Einrichtungen der Stadt sowie privater und kirchlicher Träger, wie eine Liste auf der Homepage der Stadt zeigt.

„Positive Fälle werden sofort vom Labor gemeldet“, erklärt das Gesundheitsamt, das dann unverzüglich die Eltern und die Einrichtung informiert. Bei den Kitas muss nicht zwangsläufig das ganze Haus schließen, betroffen sind die Gruppen, „bei denen aus infektiologischer Sicht eine Möglichkeit der Übertragung besteht“. Die Zwangspause kann zwei Wochen dauern oder auch nur wenige Tage – wenn nach einem Test wieder Entwarnung gegeben werden kann.

Coronavirus in München: „Die Eltern sind maximal genervt“

„Die Eltern sind maximal genervt“, sagt eine Kita-Mitarbeiterin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will. Das Thema ist für alle Beteiligten schwierig. Niemand will jemanden verunsichern. „Über die Schließungen wird aber auch nicht groß gesprochen“, sagt eine Mutter, die sich bei der tz gemeldet hat. Sie ist selbst Pädagogin, hat ein Kind im Grundschul- und eines im Kita-Alter. 

„Ich bin schon etwas beunruhigt“, sagt sie. Nicht wegen der Schulsituation. In den Klassenräumen sei es eben einfacher, Abstände zwischen den Kindern zu wahren. „Aber bei den Kleinen ist doch anders.“ Wobei: Beim älteren Kind habe es einen Verdachtsfall in der Klasse gegeben, es musste einen Corona-Test über sich ergehen. „Das war nicht so einfach“ – auch wenn das Ergebnis negativ war.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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