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87-Jähriger mit gemischten Gefühlen

„Froh am Leben zu sein“ - Dieser Rentner aus Oberföhring wurde Opfer der falschen Handwerker 

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Falsche Handwerker bestehlen am 19. März einen 87-Jährigen aus Oberföhring. Fritz J. hatte sogar Glück im Unglück. 

Oberföhring - Wenn Fritz J. (87) an den 19. März 2018 zurückdenkt, hat er gemischte Gefühle. Einerseits haben ihm zwei Trickdiebe seine wertvollsten Erinnerungen an seine verstorbene Ehefrau gestohlen, andererseits – so glaubt der sechsfache Großvater – hat er noch Glück im Unglück gehabt. „Die Polizei sagt, dass solche Täter vor nichts zurückschrecken. Ich muss froh sein, dass ich noch am Leben bin“, sagt der Hobbymaler aus Oberföhring. Als Handwerker, der einen Rohrbruch bei Nachbarn beheben müsse, hatte sich an jenem Tag ein Betrüger bei Fritz J. vorgestellt. An der Eingangstür zu dem Haus an der Freischützstraße wurde der Senior von dem Mann überrumpelt. 

„Der Schmuck ist für immer weg“

„Er hat sich mit mir durch die Tür gezwängt und ist dann mit im Aufzug nach oben gefahren“, erinnert sich Fritz J. Er wohnt im fünften Stock, der angebliche Rohrbruch habe sich im achten Stock ereignet. Kurz darauf – der Senior hatte noch nicht mal die Tür geschlossen – stand der Mann in seiner Wohnung. Er dirigierte Fritz J. ins Bad, hantierte an den Armaturen und wies Fritz J. an, das Wasser am Waschbecken laufen zu lassen. In der Zwischenzeit schlich sich ein Komplize in die Wohnung, durchwühlte das Schlafzimmer und nahm den Goldschmuck der verstorbenen Gattin mit. „Als ich den zweiten Mann gesehen habe, dämmerte es mir“, sagt Fritz J. Doch war es schon zu spät. Auch einige hundert Euro Bargeld fehlten. „Das kann ich verkraften“, sagt Fritz J. „Aber der Schmuck ist für immer weg. Wenigstens haben sie mir die Eheringe gelassen.“ Nun fahndet die Polizei nach den Männern – mit Aufnahmen, die eine Kamera in einem Aufzug des Anwesens von den Tätern gemacht hat. 

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Bogenhausen – mein Viertel“.

J. Heininger

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