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Dieter Reiter sieht derzeit keine klare Mehrheit für eine zusätzliche Startbahn.

Konstanter Zuwachs bei Starts und Landungen

Beratungen über dritte Startbahn: Diese Ankündigung macht Reiter

Ungeachtet steigender Flug-Zahlen sieht Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) weiterhin keine Mehrheit in der Münchner Bevölkerung für eine dritte Startbahn.

München - „Derzeit habe ich nicht das Gefühl, dass die Menschen in München überwiegend für eine dritte Startbahn sind“, sagte Reiter jetzt. Er will mit dem Freistaat und dem Bund nun offen über das weitere Vorgehen sprechen – warnt die Staatsregierung aber vor Wortbruch.

„Die Zahlen steigen zwar nicht so, wie vom Flughafen prognostiziert, aber es ist immer noch ein nennenswertes Wachstum“, sagte er. Wohl im April werde sich der Aufsichtsrat mit den Zahlen und einer Prognose für 2018 befassen. „Die Zahl der Starts und Landungen ist über vier Jahre konstant gestiegen. Ob das reicht, über einen neuen Bürgerentscheid nachzudenken, werde ich mit den beiden anderen Gesellschaftern besprechen.“ Entscheiden müsste das der Stadtrat.

Ohne neuen Bürgerentscheid bleibt Reiter bei seinem Veto

2012 hatten die Münchner Bürger eine dritte Startbahn abgelehnt, seither liegt das Milliardenprojekt auf Eis. Denn die Stadt ist neben dem Bund und Bayern einer der drei Flughafen-Gesellschafter, ohne deren Zustimmung kann die Bahn nicht gebaut werden. Und Reiter hält daran fest, dass er ohne einen neuen Bürgerentscheid nicht von seinem Veto abrücken will.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte zuletzt allerdings eine Entscheidung über das weitere Vorgehen noch vor der Landtagswahl im Herbst in Aussicht gestellt. Die CSU will die Startbahn unbedingt, auch Seehofers Nachfolger Markus Söder, der als Finanzminister dem Flughafen-Aufsichtsrat vorsitzt. Reiter warnte die Staatsregierung nun davor, das Veto Münchens zu umgehen, indem die Flughafen-Gesellschaft in eine AG umgewandelt wird – dann könnte München das Projekt nicht mehr verhindern. Seehofer hatte dies zuletzt (anders als früher) nicht mehr ausgeschlossen.

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