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Der mutmaßliche Chef der Einbrecherbande vor Gericht.

Diebesgut im Wert von 185.000 Euro

„Soldat von Jesus“: Einbrecher berichtet von Stimmen in seinem Kopf

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Was für eine dreiste Masche! Eine vierköpfige Einbrecherbande hat ihre Opfer mit Hilfe zweier Protituierter ausgespäht – jetzt steht der wahrscheinliche Kopf der Gang vor Gericht.

München - Die Täter spähten nicht nur Wohnungen aus, die zwei Frauen machten teils in Münchner Kneipen Männern schöne Augen, wohnten sogar bei ihnen und lockten die Opfer aus den Appartements, damit der Rest der Bande ungestört einbrechen konnte. Drei Mitglieder des Quartetts wurden schon zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, seit Montag steht nun Gyözö B. (45) vor Gericht. Ihm wird schwerer Bandendiebstahl vorgeworfen. Die vier sollen Diebesgut im Wert von mehr als 185.000 Euro erbeutet haben, darunter zwei sehr wertvolle Ölgemälde.

Regungslos saß Gyözö B. auf der Anklagebank. Die Taten gestand er zu Beginn der Verhandlung nicht. Zuvor hatte ihm Richter Anton Winkler klargemacht, dass sich dies strafmildernd auswirken könne. Der Angeklagte wollte für ein Geständnis die Zusicherung auf höchstens fünf Jahre Haft. Die Staatsanwältin blieb bei mindestens sechs Jahren.

Beschuldigter bereits mehrmals zu Gefängnisstrafen verurteilt

Zu den Vorwürfen äußerte sich der gebürtige Ungar nicht, wohl aber zu seinen persönlichen Verhältnissen und seinem Gesundheitszustand. Immer wieder sei er wegen Schizophrenie in Behandlung gewesen, zum Teil stationär. Er habe auch Medikamente genommen. Immer wieder habe er Stimmen gehört, die ihm befahlen, als Soldat von Jesus Christus zu kämpfen und Jesus’ Fuß zu küssen. Gyözö B. wurde bereits mehrmals zu Gefängnisstrafen verurteilt, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Einbruchs. Fortsetzung nächsten Montag.

Besonders im Winter kommt es im Großraum München immer wieder zu Wohnungseinbrüchen. Eine international operierenden Bande wurde kürzlich zur Strecke gebracht.

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