Das neue S-Bahn-Netz

Echt bairisch: So klingt die neue S-Bahn-Ansage

München - Seit 13. Dezember gilt der neue S-Bahn-Fahrplan. Mit dem neuen Netz gibt es dann auch bairisch eingefärbte Ansagestimmen. Hier eine Hörprobe.

Netzplan:

Eine Großansicht des neuen S-Bahnnetzes finden Sie hier.

Für den S-Bahn-Fahrgast wird der Fahrplanwechsel nicht zuletzt ein akustisches Erlebnis, denn es gibt neue oberbayerische Ansagen. Hören Sie mal rein:

Ansage Hauptbahnhof

Ansage Giesing

Ansage Riem

Neue Linien, neue Zeiten: der S-Bahn-Fahrplan

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Das ändert sich bei Bussen und Bahnen

Es sind nur zwei Minuten, aber sie ändern (fast) alles: Zwei Minuten dauert es, bis eine S-Bahn den neuen Haltepunkt „Hirschgarten“ (zwischen Laim und Donnersbergerbrücke) anfährt, anhält und wieder verlässt. Zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 13. Dezember, exakt um 3.10 Uhr in der Früh war es erstmals soweit. Doch die zwei Minuten Zusatzhalt auf der Stammstrecke bringen den bisherigen Ablauf gehörig durcheinander. Die Bahn musste die Linienbezeichnungen sowie viele An- und Abfahrtszeiten ändern – wenngleich sich die Verschiebungen „nur im Minutenbereich“ bewegen, wie der Münchner S-Bahnchef Bernhard Weisser betont.

Die Änderungen im Einzelnen:

S 3: Die S 3 gab es früher einmal, jetzt kommt sie wieder – auf der Strecke Mammendorf-Holzkirchen. Angenehme Begleiterscheinung: Auch außerhalb des Berufsverkehrs fährt die S 3 zwischen Mammendorf und Maisach nicht mehr nur jede Stunde, sondern im 20-/40-Minuten-Takt. „Das war ein lang gehegter Wunsch der Region“, sagt Weisser.

S 4: Ältere Fahrgäste werden sich erinnern. Auch die S 4 Geltendorf-Ebersberg gab es schon einmal; jetzt kommt sie wieder. Für Nachtschwärmer: Die letzte Fahrmöglichkeit aus der Münchenr Innenstadt wird um 20 Minuten nach hinten verlegt. Die Strecke Ostbahnhof-Zorneding wird im Berufsverkehr zusätzlich mit S 6-Zügen verstärkt, wodurch sich zeitweise ein 10-Minuten-Takt ergibt.

S 6: Die S 6 pendelt nicht mehr zwischen Tutzing und Kreuzstraße, sondern endet/beginnt mit Ausnahmen (siehe S 4) am Ostbahnhof.

S 7: Diese Linie wird verlängert und fährt künftig zwischen Wolfratshausen und Kreuzstraße.

Die S 8 bleibt Flughafenlinie, fährt aber im Westen nicht mehr auf der Geltendorfer Strecke, sondern bis Herrsching.

Die Linienführung von S 1 und S 2 bleibt unverändert, es gibt punktuelle Verbesserungen wie etwa einen Frühzug der S 2, der um 4.32 in Petershausen startet (und nicht wie bisher erst in Dachau).

Für den 13,3 Millionen Euro teuren neuen Haltepunkt „Hirschgarten“ müssen außerdem 2,1 Millionen Fahrpläne im Taschenformat neu gedruckt werden. Die Fahrplanaushänge an allen 149 S-Bahnhöfen wurden überklebt, ebenso 2900 Netzpläne, die traditionell über den S-Bahn-Türen kleben. Allein für das Einspielen der neuen Ansagen in allen 238 S-Bahn-Zügen waren 20 Mitarbeiter eine ganze Nacht unterwegs. Das alles für einen S-Bahnhof, dessen Potenzial eher gering einzuschätzen ist. Etwa 15 000 Fahrgäste werden täglich ein- und aussteigen. Zum Vergleich: Am Marienplatz sind es zwischen 170 000 und 180 000, an der Hackerbrücke, der bisher kleinsten Station auf der Stammstrecke, rund 25 000.

Dirk Walter

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