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Feiner Zug: MVV verschiebt geplante Preiserhöhung auf 2019

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    Sascha Karowski
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Eine Nullrunde beim MVV gab es zuletzt vor 15 Jahren - heuer ist es wieder soweit! Doch im Sommer 2019 wird es zu einer neuen umfangreichen Tarifreform kommen.

München - Erstmals seit Langem wird es 2018 keine Tariferhöhung beim Münchner Verkehrsverbund (MVV) geben. Darauf haben sich Staatsministerin Ilse Aigner (CSU), der Sprecher der Landräte Robert Niedergesäß (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bei einem Spitzengespräch am Freitag im Rathaus geeinigt. Eine Nullrunde gab es zuletzt vor 15 Jahren – feiner Zug!

Allerdings wird im Juni 2019 zusammen mit einer Tarifreform ein neues Preisgefüge verkündet. Am Freitag wurden Finanzierungsfragen dieser Tarifreform geklärt. Sollten durch diese Mindereinnahmen entstehen, würde die Stadt drei Viertel des Fehlbetrags aus dem städtischen Haushalt tragen, die Landkreise im Tarifverbund ein Viertel. Das sei aber ein „theoretisches Ausfallrisiko“, sagte Niedergesäß. Wahrscheinlich würden Mindereinnahmen durch Zuwächse bei den Fahrgastzahlen wettgemacht.

MVV-Reform 2019: Das wird sich aller Voraussicht nach ändern

Nur in Umrissen bekannt sind bis jetzt die Preise für die neuen Tickets. Geplant ist, bei der Reform die bisherigen vier Zonen und 16 Ringe durch sechs Kreise im Außenraum sowie einen Kernbereich, die M-Zone, zu ersetzen. Diese soll anstelle der Ringe 1 bis 4 eingeführt werden, eine Flatrate für den Bereich der Stadt. Auch die Schüler dürfen künftig mit ihrer Schülerkarte im gesamten Innenraum fahren, nicht nur zwischen Schule und Wohnort. Die Senioren können mit dem Seniorenticket bald schon vor 9 Uhr Bus, Bahn und Tram nutzen. Zudem wird eine Reihe kleinerer Orte, die bisher im Ring 5 liegen, nun Teil der M-Zone – etwa Aschheim, Oberhaching, Deisenhofen oder Stockdorf.

MVV-Tarifreform: Was sich ändert und wer ab 2019 wirklich spart

Reiter erklärte, dass „der Preis für die vielen Nutzer der Streifenkarte stabil gehalten wird und die bisherigen 2-Ring-Kunden für die künftige Nutzung des gesamten Innenraums einen möglichst geringen Aufpreis zahlen“. Die SPD im Stadtrat wollte den Preis für die M-Zone auf unter 60 Euro monatlich drücken, damit der Preisanstieg für die 133 000 Münchner nicht zu gravierend wird, die bisher nur in den Ringen 1 bis 2 unterwegs sind (55,20 Euro). Landrat Niedergesäß geht davon aus, dass die Zielmarke von 60 Euro erreicht wird. Offenbar unverändert soll der Preis der Streifenkarte bleiben, der derzeit bei 14 Euro liegt.

Der MVV wird nun alles berechnen, im Juli soll die Reform endgültig beschlossen werden. Bürgermeister Josef Schmid (CSU) freute sich am Freitag über den Verhandlungserfolg. „Der Innenstadttarif wird das System deutlich einfacher machen, nicht nur für Münchner, sondern auch für Touristen.“ MVG-Chef Ingo Wortmann: „Die Reform sorgt für attraktive Preise.“

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