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Der Weg für eine Fixerstube in München ist frei.

Weg für Drogenkonsumräume frei 

München soll Fixerstube bekommen: Das sagen Abhängige und die Polizei

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Der Weg ist frei für eine Fixerstube in München. Nun äußern sich die Polizei und ein Abhängiger zu den Drogenkonsumräumen in München. 

München - München soll eine Fixerstube bekommen. Der Gesundheitsausschuss hat dafür am Donnerstag grundsätzlich den Weg frei gemacht. Die Verwaltung wird auf Initiative der CSU ein Konzept für einen Modellversuch erarbeiten. Dazu gehört eine medizinische Ambulanz, in der Abhängige Drogen nehmen können. Lesen Sie, warum die Polizei den Plan kritisch sieht, weshalb SPD und Grüne der CSU falsches Spiel vorwerfen und was Süchtige zu dem Projekt sagen.

Fixerstube in München: Das sagt die Polizei

Abgabe, Erwerb und Besitz von Drogen sind strafbar - seit Jahren verschärft sich die Situation rund um den Hauptbahnhof. Für eine Fixerstube müsste die Landesregierung die Grundlagen schaffen - aber das ist bisher nicht absehbar. Die Münchner Polizei sieht den Vorstoß des Stadtrats kritisch. „Wir bestreiten ja gar nicht, dass so ein Raum auch Vorteile hat“, sagt der Leiter des Rauschgiftdezernats, Markus Karpfinger. 

Er fürchtet aber die Folgen für das ganze Viertel, in dem der Raum liegen würde - in diesem Fall also wohl das Bahnhofsviertel: „Werfen sie doch nur mal einen Blick nach Berlin! Solche Orte ziehen Junkies an. Der Konsum und Kleinhandel im Umfeld wird steigen, von der Kriminalität ganz abgesehen.“ 

In Berlin findet man derweil: Solche Räume funktionieren. Christian Hennis, Leiter der Birkenstube, sagt: „Alleine im letzten Jahr haben wir 40 Menschen das Leben gerettet.“ In Hamburg ein ähnliches Bild: „Wir haben rund 25 Notfälle im Jahr - daher 25 Menschenleben, die wir retten konnten“, sagt Sozialpädagoge Winfried Salz. Fixerstube auch in Bayern? Ein klares Ja, denn, so Salz: „Wer Drogen nehmen will, wird immer Mittel und Wege finden.“

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Drogenkonsumräume in München? Das sagen Abhängige zum Vorschlag

Manfred Bauer (54) ist seit seinem 18. Lebensjahr abhängig. „Ich hatte den klassischen Einstieg: erst Alkohol, dann Haschisch. Der Weg zum Heroin war dann nicht mehr weit.“ Er ist in einem Substitutionsprogramm, bekommt Polamidon. „Das hilft nur zu einem gewissen Teil. Es gibt ,Nadelgeile‘ wie mich, die das Gefühl brauchen, sich was zu spritzen.“ Die Einführung von Konsumräumen fände er gut: „Man hätte es steril und sauber. Falls etwas passiert, ist sofort jemand da.“ 

Die Drogenszene in München sei riesig. Vor allem Designerdrogen hätten zuletzt enorm zugenommen. Den Grund dafür sieht er auch in den strengen bayerischen Gesetzen. Klassische Drogen wie Kokain werden durch die scharfe Verfolgung zurückgedrängt, alle möglichen chemischen Designerdrogen seien auch deshalb auf dem Vormarsch: „Bei denen hat keiner eine Ahnung, was sie mit dem Körper machen, weil die Substanzen von den Herstellern immer wieder abgewandelt werden.

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S. Karowski, A. Ulbricht, A. Pazur

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