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Spaß im Bällebad: Die Stadt baut weiter neue Kitas

„Ausbauoffensive Kindertagestättten“

Der große Kita-Bauplan der Stadt: So schwierig ist die Suche nach neuen Standorten

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Hohe Geburtenraten und rasante Zuzug sorgen in München dafür, dass die Nachfrage nach Kita-Plätzen stetig steigt. Doch für die Stadt wird es immer schwieriger, geeignete Standorte für neue Kitas zu finden.

Die Stadt muss immer mehr Kitas bauen, um genügend Betreuungsplätze für die kleinsten Münchner anbieten zu können. Denn hohe Geburtenraten und der rasante Zuzug sorgen dafür, dass die Nachfrage nach Kita-Plätzen steigt. Bereits 2009 hatte die Stadt eine „Ausbauoffensive Kindertagestättten“ auf den Weg gebracht – die gerät allerdings ins Stocken. Denn für die Stadt wird es immer schwieriger, geeignete Standorte für neue Kitas zu finden.

In einer Vorlage des zuständigen Referats für Bildung und Sport heißt es dazu: „Während in den ersten Jahren eine große Zahl an geeigneten Standorten geprüft werden konnte, verbleiben nunmehr Standorte mit besonderen Problemlagen.“ Die Stadt hat also immer größere Schwierigkeiten.

An 36 Standorten arbeitet die Verwaltung

Aktuell arbeitet die Verwaltung an insgesamt 36 Standorten, die in der unten stehenden Tabelle aufgeführt sind. Die Kosten dafür belaufen sich auf 179 Millionen Euro – dafür werden insgesamt 3490 Betreuungsplätze geschaffen. Grob gerechnet kostet jeder neue Platz in einem Kindergarten 20 000 Euro, in einem Hort 25 000 Euro und in einer Krippe 38.000 Euro.

Ein wenig erinnert die Ausbauoffensive an das Rennen zwischen Hase und Igel. So sehr sich die Stadt auch müht – in den vergangenen Jahren ist der Versorgungsgrad mit Betreuungsplätzen konstant geblieben. Derzeit steht für 45 Prozent der Kinder im Krippenalter ein Platz zur Verfügung. Rechnet man die Unter-Einjährigen raus, die nur in ganz seltenen Fällen betreut werden müssen, kommt man auf eine Quote von 64 Prozent für die ein- bis dreijährigen Kinder. Im Kindergartenbereich liegt die Versorgungsquote immerhin bei 92 Prozent. In der Hortbetreuung von Schulkindern liegt die Quote dann wieder bei 78 Prozent. Die Stadt strebt folgende Quoten an: 60 Prozent im Krippenalter, 90 Prozent für Kindergartenkinder und 80 Prozent bei der Hortbetreuung.

Neben den ausreichenden Flächen fehlen allerdings auch die Erzieher. Über 150 fehlten in städtischen Einrichtungen, allerdings sind die meisten Kitas in der Hand freier Träger – daher dürfte die Zahl bei insgesamt rund 500 fehlenden Erziehern in der gesamten Stadt liegen.

Lesen Sie auch: Kita-Chaos: Eine Mutter berichtet über die Suche nach einem Platz

Auch bei Sanierung von Schulen wird geprüft

Trotz all dieser Probleme will die Stadt weiter bauen. Fünf neue Standorte sind im Bauprogramm 2017 dazugekommen. Das Ziel für diese Projekte ist eine Fertigstellung bis 2020. Auch im kommenden Jahr sollen wieder sechs neue Standorte in das Bauprogramm aufgenommen werden (Josef-Knogler-Straße, Lochhausener-/Osterangerstraße, Ursberger Straße 10, Am Krautgarten, Böcksteiner Straße 31, Kreuzerweg). Zwar liegt noch kein Baurecht vor, die Stadt hofft aber, zügig mit den Vorplanungen beginnen zu können.

Letztlich werden aber „alle bis heute bekannten und aktivierbaren Flächenreserven nicht reichen“, um die Ausbauziele zu erfüllen, heißt es in der Vorlage von Bildungsreferentin Beatrix Zurek. Deshalb werde jetzt auch bei der Sanierung von Schulen und bestehenden Kitas geprüft, ob die Einrichtungen nicht erweitert werden können. 

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