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An den auf der Karte markierten Orten soll sich der Mordverdächtige aufgehalten haben.

Fahndung im Fernsehen fortgesetzt

Hilfspfleger-Skandal: Polizei präsentiert neuen Ermittlungsstand

Im Skandal um den mordverdächtigen Hilfspfleger hat die Polizei neue Erkenntnisse. Die Öffentlichkeitsfahndung soll nun im Fernsehen fortgesetzt werden.

München - Wie bereits berichtet, werden gegen einen 36-jährigen Polen, der als Pflegehilfskraft an unterschiedlichen Orten tätig war, Ermittlungen wegen Mordes geführt. Ursächlich für dieses Ermittlungsverfahren war dabei der Tod eines 87-jährigen Rentners in Ottobrunn.

Aufgrund der durchgeführten Ermittlungen der Ermittlungsgruppe „Pen“ konnten bislang 57 Beschäftigungsadressen des Tatverdächtigen ermittelt werden, wie die Polizei München berichtet. An diesen wurden auch tatsächlich Personen von ihm betreut. Die erste Betreuung datiert vom 1. Mai 2015. Allein 23 Beschäftigungsverhältnisse davon wurden erst aufgrund der Öffentlichkeitsfahndung bekannt (bei diesen wird bisher einmal wegen Verdacht des Mordes ermittelt, dreimal sind Todesfälle noch abzuklären und siebenmal gibt es Diebstahlsvorwürfe). 

Ermittlungen wegen Mordes in zwei Fällen

So wurde auch bekannt, dass ein 84-jähriger Mann aus dem Landkreis Kitzingen während der dreitägigen Betreuung durch den Tatverdächtigen im Januar 2018 verstorben war, ohne dass die örtlich zuständige Polizei hiervon Kenntnis erlangte. Die Leiche wurde zwischenzeitlich exhumiert und im Institut für Rechtsmedizin München obduziert. „Es wurden Auffälligkeiten festgestellt, die einen Mordverdacht begründen“, sagte am Dienstag Josef Wimmer, Chef der zuständigen Münchner Mordkommission. Details wollte er mit Verweis auf weitere rechtsmedizinische Untersuchungen nicht sagen.

Derzeit werden noch weitere rechtsmedizinische Untersuchungen durchgeführt. Durch die Ermittlungen wurde noch ein weiterer Fall eines 91-jährigen Rentners bekannt, bei dem es Anfang Juli 2017 in Esslingen während der zweitägigen Betreuung durch den Tatverdächtigen zu einem Notfalleinsatz mit anschließendem Krankenhausaufenthalt gekommen ist. 

Nach aktuellem Ermittlungsstand wird somit gegen den Tatverdächtigen in zwei Fällen wegen des Verdachts des Mordes ermittelt. Laut Wimmer haben die Ermittlungen der Soko „Pen“ ergeben, dass weitere vier Patienten „im engen örtlichen und zeitlichen Zusammenhang mit der Betreuung durch den Tatverdächtigen“ gestorben sind. Einer dieser Patienten wurde bereits exhumiert. Das Ergebnis steht aber noch aus, da die Leiche stark verwest ist.

Öffentlichkeitsfahndung im Fernsehen fortgesetzt

Weitere Ermittlungen zur Aufklärung dieser Sachverhalte dauern derzeit noch an. In fünf weiteren Fällen wird gegen den Tatverdächtigen wegen Verdacht des versuchten Mordes ermittelt. Der Beschuldigte steht zudem in Verdacht, an weiteren 15 Örtlichkeiten, an welchen er eingesetzt war, diverse Gegenstände (unter anderem Geld, Schmuck, Eheringe, Essen) entwendet zu haben. 

Am Mittwoch, den 28. März 2018, wird im Rahmen der Sendung Aktenzeichen XY (ZDF) die Öffentlichkeitsfahndung entsprechend fortgesetzt.

mm/tz

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