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Der Uptown-Tower am Georg-Brauchle-Ring ist eines der wenigen Gebäude in München mit einer Höhe von über 100 Metern.

Hochhaus-Debatte neu entfacht

Wolkenkratzer in München? Initiative ist „bestürzt“ über Reiters „verhängnisvollen“ Satz

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Noch fühlt sich die Stadt München an ein Votum gebunden, das Gebäude mit einer Höhe von über 100 Metern ausschließt. Das Thema Wohnungsnot stellt diese Haltung nun auf den Prüfstand.

Die Hochhaus-Frage ist wieder aktuell. Angesichts der Wohnungsnot in München können sich OB Dieter Reiter (SPD) und Stadtbaurätin Elisabeth Merk vorstellen, diese Debatte neu zu entfachen. Reiter hatte in der Vorwoche bei einer Ausstellung zur Zukunft Münchens erklärt: „Ich möchte das Signal an Architekten aussenden, uns außergewöhnliche Entwürfe für Hochhäuser zu schicken.“

Die Initiative Münchner Architektur und Kultur (AKU) ist über die Haltung Reiters und Merks „bestürzt“, wie es in einer Resolution „Hochhäuser zur Wohnversorgung – ein Irrweg!“ heißt. Es sei verhängnisvoll, anzunehmen, „dass sich der Wohnraummangel durch Wohntürme von mehr als 100 Meter bewältigen lässt“, schreibt das Bündnis. AKU hatte im Jahr 2004 gemeinsam mit dem ehemaligen Oberbürgermeister Georg Kronawitter (SPD) ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht. Das Ziel, dass kein Gebäude höher sein darf als die Türme der Frauenkirche (100 Meter), wurde in einem Bürgerentscheid erreicht. Seitdem fühlt sich die Stadt an das Votum gebunden.

Nach Meinung von AKU stören „solche Ungetüme“ nicht nur das Stadtbild, sondern sind auch für Wohnzwecke ungeeignet. Aus der Zeit vor dem Bürgerentscheid stammen zum Beispiel das Hochhaus Uptown am Georg-Brauchle-Ring (146 Meter) oder die „Twin-Towers“ in Schwabing (126 und 113 Meter). Derartige Hochhäuser seien auch in höchstem Maße gefährlich im Brandfall, heißt es in der Erklärung der Initiative. AKU räumt ein, dass „selbstverständlich“ kompakt gebaut werden müsse, „um Grund und Boden nicht zu vergeuden“. Dieses Ziel lasse sich aber besser in Gebäuden unter 100 Meter Höhe realisieren. 

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