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Acht Operationen musste Kresimir Hrga nach einem Horror-Foul beim Fußballspielen über sich ergehen lassen.

„War fast neun Monate krankgeschrieben“

Acht OPs, Job weg! Schmerzensgeld für Kicker nach Horror-Foul?

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Bei einem Spiel der Münchner Freizeit-Liga RBL verletzt sich ein Spieler derart schwer, dass er seinen Beruf aufgeben muss. Acht Operationen später geht es um einen riesigen Batzen Schmerzensgeld.

Dass Kresimir Hrga (23) überhaupt wieder gehen kann, ist das Ergebnis von acht Operationen. So oft musste sich der Hobby-Fußballer aus Neuperlach unters Messer legen, nachdem ihn ein Gegenspieler brutal gefoult hatte. „Ich hatte irre Schmerzen und war fast neun Monate krankgeschrieben“, sagt Kresimir. Denn bei dem Spiel in der Royal Bavarian Liga hatte er sich am 15. Mai 2016 den Unterschenkel gebrochen - weil sein Gegenspieler Nelson Schreiner (24) ihn umgegrätscht hatte. 

Eine rund 20 Zentimeter lange Narbe zeugt bis heute von dem Horror-Foul. Am Oberlandesgericht zeigte der Fußballer sie bereitwillig her. Doch im Prozess schenkte er seinem Gegner nichts - und fordert 15 .000 Euro Schmerzensgeld. Zusätzlich soll Nelson auch für alle Folgeschäden aufkommen. Denn wegen der schlimmen Verletzung musste Kresimir sogar seinen Beruf als Elektriker aufgeben und bangt um seine Gesundheit. „Die Verletzungen sind schwerwiegend. Es handelte sich um einen offenen Unterschenkelbruch“, sagte Richter Martin Kainz. Vor Gericht geht es nun um die Frage, ob das Foul übermäßig hart war. So sieht es Anwalt Thomas Tegelkamp und sagt: „Der Gegner ist meinem Mandanten mit Anlauf in die Beine gerutscht. Das war ein grober Angriff, bei dem ungestüme Wucht vorlag.“ 

Richter ordnet biomechanisches Gutachten an

Das zu beweisen, könnte aber schwierig werden. Denn der Bundesgerichtshof hat in ähnlichen Fällen entschieden, dass man eben nicht von der Schwere der Verletzung auf die Härte des Fouls schließen könne. Entsprechend sagte Anwalt Ralf Beck über Nelsons Grätsche: „Es war kein vorsätzlicher Angriff, er wollte den Ball nur blocken. Solche Szenen kommen häufig auf dem Fußballplatz vor.“ 

Der Angeklagte: Nelson Schreiner hat seinen Gegenspieler mit einem Foul in der Freizeitliga Royal Bavarian League seinem Gegenspieler große Probleme beschert.

Im Spiel hatte der Schiedsrichter nicht abgepfiffen. Laut Richter war es aber ein Foul - und der Fuß beim Tritt erhöht. Er will nun ein biomechanisches Gutachten erstellen lassen. Und drängte auf einen Vergleich: Bis Ende Februar können sich die beiden Fußballer noch außergerichtlich einigen - falls Nelson bereit ist, 5000 Euro an Kresimir zu zahlen. Und der im Gegensatz alle Ansprüche zurückzieht. 

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Andreas Thieme

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