Messer-Attacken in Nürnberg: Verdächtiger wegen Vergewaltigung vorbestraft - So flog er auf

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Eigentlich studiert Florian Jura, doch am Montag wurde er kurzerhand zum Lebensretter.

Heldenhafte Aktion

“Strömung wurde immer stärker“: So wurde ein Student (22) zum Lebensretter am Auer Mühlbach

Eigentlich studiert Florian Jura, doch am Montag wurde er kurzerhand zum Lebensretter. Uns erklärt er, wie es zu der heldenhaften Aktion kam.

München - Florian Schwepcke (22) ist Jurastudent und will die Welt ein bisserl gerechter machen. Was er am Montagmittag geleistet hat, das ist nicht zu übertreffen: Er hat ein Leben gerettet – und einen 70-Jährigen aus dem eiskalten Auer Mühlbach gezogen.

Der Lebensretter stand gerade in der Küche und machte sich schwäbische Eier-Flädle, als er den Senioren beobachtete. Der wollte jungen Enten helfen, weil er dachte, sie würden ertrinken. Was für ein Glück, dass Florian grad in der Küche werkelte! Denn eigentlich lernt der Student fast den ganzen Tag auf der anderen Seite des Apartments im Wohnzimmer.

„Ich wollte gerade das Rezept lesen und hatte Wasser auf den Herd gesetzt. Da hörte ich, wie ein Hund nervös bellte“, erinnert sich Schwepcke. Er blickt aus dem Fenster. „Ich sah einen Mann über der Brüstung. Er konnte sich nicht mehr halten und stürzte ins Wasser.“ Schwepcke schlüpft in seine Schuhe und rennt nach unten, ans Ende des Baches, wo er unterirdisch wird. „Ich zog meine Schuhe aus und kletterte in den Mühlbach. Sekunden später trieb der Mann auf mich zu. Gesicht nach unten, halb unter Wasser.“

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Der junge Mann dreht ihn um: „Der Mann stöhnte, war entkräftet und sagte, es sei ihm so kalt, er könne nicht mehr.“ Schwepke hält ihn fest – und steht vor einem Problem: Wie sollte er den Senior aus dem Wasser heben? Der Retter kämpft sich an den Ketten entlang, die über den Mühlbach gespannt sind, zu einem Brett, das nach oben zum Gehweg führt. Doch jetzt wird der Mann bewusstlos: „Es war glitschig. Die Strömung wurde stärker, meine Kraft ließ nach. Ich bekam Angst, dass er mir aus den Händen gleitet und davon treibt. Zum Glück sprang auf der anderen Seite ein zweiter Helfer hinzu. Ohne ihn hätte ich das nicht geschafft.“

Nach der Heldentat kam das große Zittern. Vor Kälte und Anspannung. 

H. Ince

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