+
Bis zu 25 Stundenkilometer erreichen die knallroten Jump-Bikes.

Neue Elektrofahrräder in der Stadt

Voll elektrisiert - Jetzt uber-rollen uns die Leihfahrräder

  • schließen

Tausende von Elektrorollern haben sich in München breitgemacht - und der Mobilitätswandel geht weiter: Mit den Jump-Bikes rollt das nächste Fortbewegungsmittel in die Stadt. Da werden doch Erinnerungen wach.

München - Am 15. Juni hat sich Münchens Stadtbild über Nacht verändert: An der U-Bahntreppe, auf dem Gehweg, vor Eingangstüren – überall standen plötzlich die neuen Elektroroller. Rund 5000 Flitzer sind im ganzen Stadtgebiet verteilt, kürzlich hatte die Polizei bereits eine unerfreuliche Bilanz gezogen. Und jetzt überrollen uns die Leihräder – wieder über Nacht! Der Fahrdienstleister Uber, bekannt als beinharter Internet-Konkurrent der Taxler – hat seit Mittwoch rund 200 Elektro-Fahrräder in der Stadt aufgestellt.

Knallrote Jump-Bikes nun auch in München: So funktioniert‘s

Jump-Bikes heißen die knallroten Räder mit den Körben im bayerischen Design. Anders als die Mieträder der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) holt man Jump-Bikes nicht an Stationen ab, sondern mietet sie grundsätzlich wie einen Scooter direkt auf dem Fußweg. Anmeldung und Preis funktionieren wie bei den Rollern: Mit der Uber-App scannen Nutzer einen QR-Code am Radl und entsperren das Schloss. Freischalten kostet einen Euro – für 20 Cent pro Minute können Nutzer dann in die Pedale treten, unterstützt vom E-Motor.

Den 200 Jump-Bikes sollen noch mehr folgen – wie viele genau, steht noch nicht fest. „Wir sind in engem Kontakt mit der Stadt und passen die Menge an die Nachfrage an“, sagt Uber-Sprecher Oliver Krug. Wer sich an den Ärger mit den letzten Mieträdern erinnert, weiß: So ein Projekt kann gründlich schief gehen. Damals machten die Obikes München zu schaffen, weil Tausende zerstört in Bäumen, in Parks und in der Isar hingen. Auch die MVG machte schlechte Erfahrungen speziell mit Elektrorädern. Ihre E-Trikes, elektrische Lastenräder, wurden wegen Vandalismusschäden aus der Stadt entfernt. 

Kathrin Braun

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Wir sind das jüngste Gericht!“: Klimastreik in München sprengt alle Erwartungen
Ein Tag für die Geschichtsbücher: Am Freitag sind auf der ganzen Welt Millionen von Menschen auf die Straße gegangen. Alleine auf dem Münchner Königsplatz versammelten …
„Wir sind das jüngste Gericht!“: Klimastreik in München sprengt alle Erwartungen
Münchner Astronautin will als erste Deutsche ins Weltall: „Zum Mars fliegen wäre das Ultimative“
Immerhin 63 Frauen waren bisher im Weltraum – aber noch keine aus Deutschland. Das Projekt „Die Astronautin“ will das ändern. Die Münchnerin Suzanna Randall ist eine von …
Münchner Astronautin will als erste Deutsche ins Weltall: „Zum Mars fliegen wäre das Ultimative“
Nach fragwürdiger Formulierung von Paulaner-Chef Steinfatt: Erster Wirt zieht Konsequenzen
In München hat Paulaner-Chef Andreas Steinfatt bei einer Veranstaltung für einen Eklat gesorgt. Nun hat der erste Wirt Konsequenzen gezogen.
Nach fragwürdiger Formulierung von Paulaner-Chef Steinfatt: Erster Wirt zieht Konsequenzen
Nach Lux-Rücktritt: Gülseren Demirel Favoritin auf Chefposten bei Münchner Grünen
Kommunalwahl 20202: Nach dem Rücktritt von Gudrun Lux ist Gülseren Demirel Favoritin auf den Posten der Münchner Grünen-Chefin.
Nach Lux-Rücktritt: Gülseren Demirel Favoritin auf Chefposten bei Münchner Grünen

Kommentare