Besorgte Münchner GBW-Mieter, hier im Mai, demonstrieren immer wieder – aus Angst vor steigenden Mieten. Foto: Kruse

Stadt will Mieter schützen

400 Millionen Euro für GBW-Wohnungen

  • Moritz Homann
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Feste Kriterien sollen regeln, wann die Stadt künftig bei zum Verkauf stehenden GBW-Wohnungen zuschlägt. Alle Objekte kann sie aber nicht erwerben. Oberbürgermeister Dieter Reiter sieht den Freistaat in der Pflicht.

Viele GBW-Mieter können aufatmen: 400 Millionen Euro will die Stadt für den Kauf von Wohnungen zur Verfügung stellen, die die GBW abtritt. Außerdem hat der Stadtrat gestern in nichtöffentlicher Sitzung Kriterien beschlossen, anhand derer entschieden werden soll, ob die Stadt kauft oder nicht.

„Das ist ein positives Signal an die GBW-Mieter“, freut sich Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Nach wie vor ärgere er sich aber darüber, dass der Freistaat bei dem Thema „in volle Deckung geht“. Die BayernLB hatte ihre damalige Tochter GBW an ein privates Investorenkonsortium verkauft. Seitdem ärgern sich viele Mieter über Mieterhöhungen oder leben in Angst davor, sich die Wohnung bald nicht mehr leisten zu können.

Damit das nicht passiert, will die Stadt so viele GBW-Wohnungen wie möglich kaufen. Bisher gab es keine festen Kriterien dafür, wann die Stadt kauft und wann nicht. Der Stadtrat entschied einfach, wenn sich die Kaufmöglichkeit bot, und das meist recht kurzfristig.

Jetzt aber gibt es definierte Kriterien, die ein GBW-Haus für den Kauf durch die Stadt erfüllen muss: das Objekt muss wirtschaftlich sein, darf also nicht wesentlich über dem Verkehrswert liegen. Die Häuser sollten außerdem mehr als 10 oder 12 Wohnungen umfassen. Und ganz wichtig sind natürlich die sozialen Kriterien – so geht es vor allem darum, sozial schwächere Mieter vor der Vertreibung zu schützen.

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