Sexualstraftäter aus Psychiatrie geflüchtet: Warnung vor Michel K.

Sexualstraftäter aus Psychiatrie geflüchtet: Warnung vor Michel K.
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Mehrere S-Bahn-Fahrer sind rund um München von einem 14-jährigen Bettler eingeschüchtert worden (Symbolbild).

Mehrere Vorfälle

Aggressives Betteln in S-Bahnen: 14-Jähriger schüchtert Fahrgäste ein

Gleich mehrfach hat ein 14-jähriger Bettler im Raum München S-Bahn-Fahrgäste eingeschüchtert. Einem Schüler schlug er ins Gesicht.

München - Mit der Identifizierung eines 14-jährigen rumänischen Bettlers, dem zunächst ein Diebstahl in der S-Bahn vom 14. Juni 2019 vorgeworfen wurde, gelang es zwei weitere Straftaten vom 27. Juni, die zunächst gegen Unbekannt geführt worden waren, weitestgehend aufzuklären. 

Fall 1: Bettler knöpft jungem S-Bahn-Fahrer Geld ab

Am 14. Juni 2019 bettelte ein Jugendlicher gegen 09.30 Uhr in einer S-Bahn (S4) zwischen Ostbahnhof und Ebersberg. Dabei legte er jeweils ein Päckchen Papiertaschentücher zusammen mit laminierten Bettelbriefen auf die Sitze neben Reisende. Bei der Einsammlung verlangte er von einem 14-Jährigen aus Ebersberg mehr als die ihm freiwillig angebotenen zwei Euro. 

Nachdem er auch mit weiteren, angebotenen zehn Euro nicht zufrieden war, fasste er unversehens in den offenen Rucksack des Ebersbergers und holte daraus weitere 70 Euro heraus und nahm auch diese an sich. Dann ging er mit den 82 Euro weg und verließ beim Halt in Haar, zunächst unerkannt, die S-Bahn

Fall 2: Schläge angedroht - Trio meidet S-Bahn an Folgetagen

Am 27. Juni 2019 nötigen zwei Bettler gegen 13 Uhr in einer S7 zwischen Pullach und Solln drei Jugendliche im Alter von 14 Jahren. Sie sollten ihnen Geld geben, obwohl sie die angebotenen Papiertaschentücher nicht kaufen wollten. Dabei machten sie den Jugendlichen aus Solln Angst: Sie drohten ihnen Schläge an, drückten sie auf den Sitz, damit sie nicht aufstehen konnten und versperrten ihnen teilweise den Weg zum Ausgang. 

Einer der Schüler gab einem der Bettler ein 50 Cent-Geldstück, damit er die S-Bahn in Solln verlassen konnte. Aufgrund dieses Vorfalles und der massiven Einschüchterung benutzten die Schüler an den Folgetagen die S-Bahn nicht und wichen stattdessen auf Bus und Fahrrad aus. 

Mit diesen Zetteln war der junge Bettler in der S-Bahn unterwegs.

Fall 3: Bettler schlägt Elfjährigem ins Gesicht

In einem weiteren Vorfall vom 27. Juni schlug ein Jugendlicher gegen 13.40 Uhr, nach der Fahrt in der S-Bahn (S7) von Großhesselohe-Isartalbahnhof nach Baierbrunn, einem Elfjährigen kurz hinter dem Bahnsteig mit der Faust ins Gesicht. Ein Unbeteiligter mischte sich ein, trennte die beiden und fotografierte den Täter, der zunächst unerkannt flüchtete. Das Foto zeigte der Elfjährige in der Hoffnung, dass jemand aus seiner Familie den Täter identifizieren könnte, herum. 

Am 1. Juli erkannte eine Cousine des Baierbrunners, die das Foto gesehen hatte, den Täter in der S-Bahn und verständigte anwesende Mitarbeiter des zivilen Prüfdienstes. Diese hielten den 14-Jährigen bis zum Eintreffen der Bundespolizei am S-Bahnhaltepunkt Trudering fest. 

Mehrere Fälle rund um München: Polizei schnappt aggressiven Bettler (14)

Der Festgenommene wollte sich bei der Bundespolizei zu den Vorwürfen auch mit Dolmetscher nicht äußern. Er spricht ausschließlich rumänisch und kann weder lesen noch schreiben. 

Die telefonisch kontaktierte Mutter des 14-Jährigen war nicht bereit, zur Bundespolizei zu kommen. Gegen sie wird unter anderem in zahlreichen Fällen des Erschleichens von Leistungen ermittelt.

mm/tz

Beschwerden über Bettler in Münchner U-Bahnen hatten sich zuletzt gehäuft. Die MVG warnt vor der sogenannten Musik-Masche.

Es müssen schlimme Minuten gewesen sein, die ein 16-Jähriger in einem Schacht unter einem Aufzug am Bahnhof in Hebertshausen eingesperrt war. Es war nicht der erste Fall.

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